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Glashaus mit rotem Faden

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Bauarbeiter legen derzeit  letzte Hand an das neue Gebäude.
Bauarbeiter legen derzeit letzte Hand an das neue Gebäude. © Roman Grösser

Die Schader-Stiftung bezieht nach drei Jahren Bauzeit das neue Zentrum an der Goethestraße.

Die Dachterrasse ist schon jetzt einer der Lieblingsorte von Sabine Süß. Von dem Plateau des neuen Zentrums der Schader-Stiftung bietet sich dem Mitglied des Vorstands ein Blick auf die Spitzen des Hochzeitsturms und die Kuppel von St. Ludwig. Erst seit wenigen Tagen hat die 1988 gegründete Stiftung in dem Glaswürfel am östlichen Ende der Goethestraße ihren Sitz.

Drei Jahre hat es nach der Grundsteinlegung gedauert, bis das Gebäude bezugsfertig war. "Pech mit der Bauindustrie", nennt Sabine Süß als Grund. So habe das Bauunternehmen gewechselt, weil die erste Firma Pleite gegangen sei.

Sechs Millionen Euro Kosten

Das Gebäude soll die Stiftung in der Stadt verankern. "Von hier oben zeigt sich der urbane Charakter", sagt Süß auf dem Dach. Den Eindruck soll der vom Architekturbüro Kramm & Strigl entworfene Kubus, dessen Kosten mit sechs Millionen Euro angegeben wurden, auch machen. Die bisherigen Büroräume an der Karlstraße waren dagegen eher ein Provisorium - vor allem funktional.

Das neue Gebäude soll zeigen, wofür die Stiftung steht: Offenheit und Dialog. Deshalb die transparenten Glaswände. Hier soll es Diskurse, Workshops, Ausstellungen und Konferenzen geben. Deshalb der fast 400 Quadratmeter große Saal im Untergeschoss. Deshalb die großen Freiflächen in der Mitte eines jeden oberirdisch liegenden Stockwerks. "Das sind Orte der Kommunikation", sagt Süß.

Um die mit Steinplatten ausgelegten Freiräume ordnen sich Büros für die zehn Mitarbeiter an. Im Parterre ist zudem die Präsenzbibliothek mit mehr als 5500 Medien untergebracht. Im zweiten Obergeschoss grenzen zwei Seminarräume an den Raum im Zentrum. Von dort führt eine Wendeltreppe aufs Dach - Stufen und Seiten ganz in Rot.

Die Signalfarbe ist von nun an die Leitfarbe der Stiftung. Auch für das neue Signet, das den bisherigen Schriftzug mit gelbem Balken ablöst: eine stilisierte Darstellung des neuen Zentrums. Rot zieht sich als gestaltendes Element durchs gesamte Haus. Treppenaufgänge erhalten noch die Farbe, die die Konsolen in jedem Büro bereits haben. "Wenn alle Türen offen sind, sieht es aus, als laufe ein rotes Band durch alle Räume", beschreibt Sabine Süß den dann entstehenden Eindruck. Von außen wirkt das neue Stiftungszentrum schräg gegenüber der Schader-Galerie als Solitär. (rf)

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