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Gezerre um ein Museum

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OB  Walter Hoffmann will mit dem Neubau die Lücke im Museums-Ensemble  schließen.
OB Walter Hoffmann will mit dem Neubau die Lücke im Museums-Ensemble schließen. © SPD

Die Stadt Darmstadt hält an einem geplanten, aber in die Kritik geratenen Museumsneubau auf der Mathildenhöhe fest. Von Sonja Jordans

Von Sonja Jordans

Die Stadt Darmstadt hält an einem geplanten, aber in die Kritik geratenen Museumsneubau auf der Mathildenhöhe fest. Dies betont Oberbürgermeister und Kulturdezernent Walter Hoffman in einer Mitteilung.

Das Museum, gestiftet von den Darmstädter Kunstsammlern Hans-Joachim und Gisa Sander, soll ab 2011 im Alexandraweg erbaut werden. Der Standort ist jedoch von Ralf Beil, Direktor des Instituts Mathildenhöhe, kritisiert worden: Ein Neubau zerstöre mehr als er verbessere, so Beil.

Dort, wo das Museum errichtet werden soll, stand einst das "Haus Christiansen". 1901 nach Plänen des Architekten Joseph Maria Olbrich erbaut, wurde es im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1958 vollständig abgerissen. Seitdem klafft eine Lücke im Ensemble der Mathildenhöhe.

Mit einem Neubau an jener Stelle, argumentierte Beil, werde die "wohltuende Großzügigkeit" der Mathildenhöhe "unwiederbringlich verloren". Hoffman dagegen sieht den auf einer Symmetrie-Achse angelegten städtebaulichen Plan des Areals gerade wegen dieser Lücke "empfindlich gestört", schreibt er in der Mitteilung. Der Bau des Museums, das eine Sammlung von Gemälden Darmstädter Künstler aus dem Bestand des Ehepaars Sander aufnehmen soll, werde diese Lücke schließen. "Der Museumsneubau ist außerdem wichtiger Bestandteil unserer Arbeiten an einer möglichen Bewerbung um die Anerkennung der Mathildenhöhe als Weltkulturerbe", so Hoffmann.

Dem Vorschlag Beils, das Museum am Osthang der Mathildenhöhe zu errichten, erteilt Hoffman eine Absage. "Jedes Bauvorhaben auf dem Osthang würde Entwicklungsmöglichkeiten des Geländes ausschließen." Denn nur auf diesem Baufeld könne es möglich sein, "an die große Tradition der Ausstellungen der Künstlerkolonie anzuknüpfen, sie neu und modern zu interpretieren".

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