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Gewinnen ist Nebensache

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Lukas Schilder (14) hat ein Wasserrad gebaut.
Lukas Schilder (14) hat ein Wasserrad gebaut. © Roman Grösser

Von Berberaffen bis zu Meteoriten, von geölten Tischtennisschlägern bis zu Elektrocityrollern: Beim südhessischen Regionalentscheid von Jugend forscht gab es am Montag im Darmstädter Fraunhofer-Institut für Grafische Datenverarbeitung einiges zu sehen.

Dort trafen sich 62 Jungen und Mädchen und präsentierten ihre Projekte einer Jury und der Öffentlichkeit. Schüler zwischen zehn und 14 Jahren treten beim Wettbewerb Schüler experimentieren an. Die 15- bis 21-Jährigen messen sich bei Jugend forscht.

Um den Stand „Teached Roboter“ bildete sich eine Menschentraube. Alexander Dahmen (14) und seine Freunde Birk Birkner und Nils Sachser (beide 13) von der Edith-Stein-Schule präsentieren einen Roboter, der Bewegungsabläufe erlernen und wiederholen kann. „Im Fernsehen habe ich gesehen, dass Roboter immer so kompliziert programmiert werden“, erzählt Alexander. „Wir wollten das jetzt einfacher machen.“ Und programmiert dabei munter weiter.

Kaffeemühlen im Test

Im Raum nebenan zeigt die 17-jährige Anna Strelen von der Waldorfschule, wie man Misteln als Heilmittel gegen Krebs nutzen kann. Ihr ist der Sieg im Wettbewerb gar nicht so wichtig. „Ich interessiere mich für das Thema und wollte mich damit beschäftigen.“ Die Idee kam ihr während eines Praktikums, das die Zwölftklässlerin absolviert hat.

Mit besonders vielen Projekten ist die Mornewegschule bei dem Wettbewerb vertreten. Chemielehrerin Monika Blume leitet dort die Jugend forscht-AG und möchte den Schülern dadurch mehr Möglichkeiten zum Experimentieren geben. „Im Unterricht ist oft keine Zeit dafür, dabei haben die Schüler besonderen Spaß daran“, sagt Blume. So geht es auch Laura Pfundstein (10) und Tamara Luithardt (11), die gemeinsam mit Tobias Eberle (11) das Mahlergebnis verschiedener Kaffeemühlen testen. Trinken Fünftklässler denn wirklich schon Kaffee? „Ja“, sagt Laura „man schmeckt schon einen Unterschied zwischen grob und fein gemahlenen Kaffee.“

Mit Gewinnchancen rechnen Laura und Tamara allerdings nicht. „Mit Kaffee kommt man nicht so weit“, stellt Laura lapidar fest. „Aber wir wollen in den nächsten Jahren wieder bei dem Wettbewerb dabei sein.“ Für einen zweiten Platz im Fachgebiet Arbeitswelt hat es dennoch gereicht. Man darf also gespannt sein, was sie die nächsten Jahre präsentieren. (ers)

Jugend forscht wird bereits seit 1965 ausgetragen und setzt sich zum Ziel, besonders begabte Schüler in Naturwissenschaften zu fördern. Der Landesentscheid wird am 30. und 31. März ebenfalls in Darmstadt ausgetragen.

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