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Gesundheitsangebote für Geflüchtete: Landkreis Darmstadt-Dieburg lotet Bedarf aus

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Von: Claudia Kabel

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Projekt für mehr Gesunsheitsförderung für Migrantinnen und Migranten (Symbolfoto).
Projekt für mehr Gesunsheitsförderung für Migrantinnen und Migranten (Symbolfoto). © Michael Schick

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg ist südhessischer Standort für das Landesprojekt „WIR fördern Gesundheit“. Schellhaas: Gerade in der Pandemie wichtig.

Menschen mit Migrationshintergrund sollen einen besseren Zugang zu Gesundheitsangeboten erhalten, als bisher. Dafür hat Hessen das Landesprojekt „WIR fördern Gesundheit“ aufgelegt. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg ist seit Anfang des Jahres südhessischer Standort für das gemeinsame Projekt der Initiative der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Bündnis für Gesundheit) und des Sozialministeriums. Das teilte jetzt der Landkreis mit.

Ziel des Projekts sei, die Gesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationsgeschichte zu stärken. Neben dem Landkreis Darmstadt-Dieburg wird das Projekt durch die Stadt Kassel für Nordhessen, die Universitätsstadt Marburg für Mittelhessen und die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Hessen begleitet.

„Durch das Projekt haben wir neue Möglichkeiten, Menschen mit Migrationsgeschichte den Zugang zur Gesundheitsförderung in unserer Region zu erleichtern“, sagt Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD). Gesundheitsinformationen müssten für alle Bevölkerungsgruppen leicht zu finden und gut zu verstehen sein. Wie wichtig dies sei, habe die Pandemie gezeigt.

Die Projektstelle wird im Büro für Migration und Inklusion, der Stabstelle der Sozial- und Jugenddezernentin Christel Sprößler (SPD) angesiedelt. „In einem ersten Schritt werden wir uns gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern im Gesundheitswesen und in der Integrationsarbeit anschauen, welche spezifischen Bedarfe in der Gesundheitsförderung bestehen, wenn man aus einem anderen Land zugewandert ist“, so Sprößler. Auf dieser Basis könnten Angebote weiterentwickelt werden.

Millionen-Förderung

Das Projekt läuft zunächst für drei Jahre. Bereits seit 2014 erhält der Landkreis Personalfördermittel. Das Ministerium fördert das Projekt mit 615 000 Euro. Von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kommen aus Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen weitere 1,8 Millionen Euro. cka

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