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Geräumiger und lichtdurchflutet

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Die Rüsselsheimer Stadtbücherei wurde umgebaut.
Die Rüsselsheimer Stadtbücherei wurde umgebaut. © Frank Möllenberg

Der Umbau der Rüsselsheimer Stadtbücherei ist abgeschlossen. Am Montag, 9. März, öffnet die Einrichtung wieder und auf die Nutzer warten einige Neuerungen.

Wenn die Rüsselsheimer Stadtbücherei am Montag, 9. März, nach ihrem vierwöchigen Umbau wieder öffnet, präsentiert sie sich mit einem neuen Grundriss: Statt im Slalom um Bücherinseln herum führt der Weg der Büchereibenutzer jetzt an meterlangen geraden Regalreihen entlang.

Alles hat seine Zeit, und heute mag man es lieber wieder klar und übersichtlich strukturiert, nicht so verschwurbelt, meint Büchereileiterin Ute Grabhorn zu der neuen Innenarchitektur. Der komplette erste Stock ist mit neuen Regalen ausgestattet, die viel mehr Durchsicht gewähren als die alten mit dem Lochblech an den Seiten, die noch aus der Erstausstattung des Eröffnungsjahres 1984 stammten. 1400 Meter Stellfläche für rund 40 000 Titel in leichtem Metallrohr und mit Böden aus hellem Buchenholz.

Die Bibliothek wirkt jetzt geräumiger als früher, lichtdurchflutet. Kommt der Besucher die Treppe herauf, öffnen sich ihm Blickachsen in die strahlenförmig angeordneten Regalreihen und drüben zu den Fenstern wieder hinaus. Einige der Regale sind schon eingeräumt, doch ist noch viel Luft. „Die Kunden haben sich vor der Schließung am 9. Februar noch einmal ordentlich eingedeckt“, erzählt Ute Grabhorn.

Mäusefamilie entdeckt

Bevor es an die neue Einrichtung ging, wurde die Deckenverkleidung entfernt und das System von Kabeln und Rohren darunter kontrolliert. Eine Mäusefamilie, die sich dort gemütlich eingerichtet hatte, als wollte sie den Stoff für ein Kinderbuch liefern, musste leider ausziehen, erzählt Eva Süßmilch, die die Kinder- und Jugendbibliothek leitet. Weil die Arbeiten schneller vorangingen als geplant, konnte die ursprünglich für Donnerstag, 12. März, geplante Wiedereröffnung drei Tage vorverlegt werden.

Nach dem Umbau finden die Nutzer in der Erwachsenenbibliothek im ersten Stock mehr Arbeitstische vor, sie stehen entlang der Fensterfront. „Immer mehr Menschen nutzen die Bücherei als Arbeitsplatz“, berichtet Büchereileiterin Grabhorn. Sie kommen mit ihrem Laptop unter dem Arm, um hier Schularbeiten zu machen, zu recherchieren oder sich für Volkshochschule-Kurse vorzubereiten. Eine Gruppe von Tischen bleibt in der Mitte des Raumes, weil dort die Anschlüsse liegen.

Nach Themen sortiert

Die Romane behalten ihr gewohntes Eckchen links hinten, dort stehen jetzt auch die Nachschlagewerke und die Sekundärliteratur. „Wir haben auch die Themen ein bisschen umstrukturiert“, erklärt Ute Grabhorn. Die neue Anordnung der Sachgruppen von A wie „Allgemeines“ bis Y wie „Sport, Freizeit, Basteln“ versucht, die Bücher zu verwandten Themen näher beieinander anzubieten. Von der Reiseecke, in der jetzt auch die Literatur über Hessen und Rad- und Wanderkarten stehen und der Leser sich das Buch „Urlaub im Kloster“ gegriffen hat, geht es weiter zu den Hobbys mit der Rubrik Kochen, wo er passend die „Rezepte der Äbte“ finden kann.

Die Bücherei soll ein Treffpunkt sein, ein Ort der Inspiration, sagt Ute Grabhorn. Bücher zu philosophischen Themen sind gefragt zurzeit, sagt sie. „Die großen Fragen der Philosophie“ oder „Die Kunst, gut zu Leben“, „Muße – Umgang mit der freien Zeit“. Eine Möglichkeit zum Umgang mit der freien Zeit ist dann schon gefunden: Stöbern in der Stadtbücherei. (vol)

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