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Gefahr am City-Ring

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Händler fordern in Höhe der Schulstraße eine Ampel für Fußgänger.

Eine Fußgängerampel soll auf Wunsch von Einzelhändlern der Interessengemeinschaft (IG) Schulstraße dafür sorgen, dass Fußgänger nicht mehr auf Höhe dieser Straße den City-Ring überqueren und sich dabei selbst in Gefahr bringen. Beim gestrigen Neujahrsempfang der IG sagte Oberbürgermeister Walter Hoffmann die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zu, die sich des Dauerproblems annehmen soll.

Vor zwei Jahren war eine 85 Jahre alte Frau beim Versuch, die Straße an dieser Stelle zu überqueren, ums Leben gekommen. Schon damals hatten die Einzelhändler einen Überweg gefordert. Weitere Unfälle gab es zwar nicht, aber das ist nach Ansicht vom IG-Vorsitzenden Jörg Nennmann, der den Verkehr täglich im Blick hat, "ein Wunder".

Der nahe gelegene ampelgesicherte Überweg am Ende der Hügelstraße werde genau so wenig genutzt wie die wenig einladende Unterführung. Der Wunsch nach einer Ampel wird jedoch so schnell nicht in Erfüllung gehen. Ein Übergang würde immense Rückstaus Richtung Hügel-, Karl- und Nieder-Ramstädter Straße verursachen, befürchten Verkehrsplaner. Das wäre besonders im Fall der Hügelstraße fatal, wo der Feinstaubgehalt der Luft gemessen wird. Durch Staus würde sich die ohnehin angespannte Situation weiter verschlechtern.

Wie Norbert Stoll, Abteilungsleiter Verkehrsentwicklung im Straßenverkehrs- und Tiefbauamt, bei dem Empfang berichtete, soll aber im Sommer ein neues Gutachten vorliegen. Geprüft werde die Situation, wenn Nieder-Ramstädter und Karlstraße nicht mehr in den City-Ring münden, sondern nur miteinander verbunden würden. Dann würden die Karl-, Kirch- und Holzstraße nur noch von der Hügelstraße gespeist.

"Wir nehmen das schon sehr ernst", betonte Stoll. Solange es noch keine konkrete Lösung gebe, mache es aber wenig Sinn, an die Öffentlichkeit zu treten. Auch die Zusammenlegung von Karl- und Nieder-Ramstädter Straße würde seiner Ansicht nach nicht überall begrüßt werden. (ryp)

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