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Gefährliche Unterführung

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Die Deutsche Bahn sollte sich um die wasserdurchlässige Eisenbahnbrücke kümmern, fordern die Darmstädter.
Die Deutsche Bahn sollte sich um die wasserdurchlässige Eisenbahnbrücke kümmern, fordern die Darmstädter. © dapd

Eine wasserdurchlässige Eisenbahnbrücke sorgt im Winter für Glatteis auf der Hindemithstraße - und bringt Passanten, Autofahrer und Radfahrer durch stürzende Eiszapfen in Gefahr. Die Bahn kümmert das offenbar wenig.

Unter der Eisenbahnbrücke an der Hindemithstraße in Darmstadt tropft es. Im Winter gefriert das Wasser zu Eiszapfen, die bis zu einen Meter lang werden können, wie der Wixhäuser Roland Kurz erzählt. „Wenn die herunterfallen, können sie Fußgänger, Autofahrer und Radfahrer verletzen.“ Nicht nur die Eiszapfen sind ein Problem: Das heruntertropfende Wasser sammelt sich auf der Fahrbahn der Hindemithstraße, auf der sich bei Minusgraden dann ein großer Eisteppich bildet.

„Ich fuhr einmal morgens durch die Unterführung, und als ich unten in die Kurve kam, lag ein Motorroller auf der Gegenfahrbahn und der Fahrer ein paar Meter davon entfernt“, schildert Kurz. Glücklicherweise sei dem Fahrer nichts passiert. Doch wie lange geht es noch gut? Ortsbeiratsvorsitzender Moritz Röder (SPD) bestätigt, dass die Eiszapfen seit vier bis fünf Jahren die Menschen in Wixhausen beschäftigen. „Die Stadt ist mehrmals auf die Bahn zugegangen, die letztlich dafür zuständig ist“, erzählt Röder. Reaktionen darauf habe es von Seiten der Bahn seines Wissens aber nie gegeben.

Bahn weist Vorwürfe zurück

Die Bahn erklärt auf Nachfrage, die Brücke befinde sich in einem ordnungsgemäßen Zustand. Eiszapfen würden vom Winterdienst der Bahn alljährlich entfernt. Roland Kurz muss über dieses Statement lachen. Eine Brücke, die Nässe durchlasse, sei doch kein „ordnungsgemäßer Zustand“. Er habe auch noch nie Mitarbeiter der Bahn gesehen, die die Eiszapfen im Winter abgeschlagen haben. „Das sind immer Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr, die anrücken und sich um die Zapfen kümmern“, so Kurz.

„Es wäre wünschenswert, wenn die Bahn das ständige Tropfen und Fließen von Wasser dauerhaft unterbinden würde“, sagt Sigrid Dreiseitel, Pressesprecherin der Stadt Darmstadt. Nach Einschätzung von Ingenieuren des Straßenverkehrs- und Tiefbauamt gebe es verschiedene technische Möglichkeiten, um undichte Stellen an der Brücke zu versiegeln.

Doch Roland Kurz befürchtet: „Da muss wohl erst etwas Schlimmes passieren, bevor die Bahn etwas tut.“ (hin.)

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