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Galgenfrist für Stadtteilschule

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Zu wenig Schüler besuchen in Arheilgen das Gymnasium.
Zu wenig Schüler besuchen in Arheilgen das Gymnasium. © Claus Völker

In Arheilgen droht laut Schulentwicklungsplan die Umwandlung in eine Haupt- und Realschule. Bis zum Schuljaht 2011/2012 hat sie Zeit, den gymnasialen, Haupt- und Realschulzweig zu stärken.

Nach dem vorläufigen Scheitern des gemeinsamen Schulentwicklungsplans für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg will die Stadt die Fortschreibung ihres Plans bis Dezember abgeschlossen haben. Schuldezernent Dierk Molter (FDP) erläuterte in der Sitzung des Schulausschusses den zeitlichen Rahmen und die inhaltlichen Leitlinien. Er betonte aber auch, 2011 solle die Idee eines gemeinsamen Plans wieder aufgegriffen werden.

Integration von Behinderten

Bei der Planung für die Grundschulen geht der Schulträger davon aus, dass die Frankensteinschule in Eberstadt wächst, was unmittelbar mit dem Neubaugebiet Wolfhartweg und der Wiederbelebung der St.-Barbara-Siedlung zu tun hat. Mit Beginn des Schuljahrs 2011/12 sind dort drei statt derzeit zwei Züge geplant, also drei Klassen pro Jahrgang. Die Goetheschule im Johannesviertel wandelt ab 2012/13 eine Eingangsstufenklasse in eine normale erste Klasse um.

Die Mühltalschule, Förderschule in Eberstadt, wird künftig in der Primarstufe mit der benachbarten Ludwig-Schwamb-Schule kooperieren. Damit wäre ein erster Schritt zur Integration behinderter Kinder getan. Die Eltern hätten künftig die Wahl, ob ihre Kinder die Förder- oder Regelschule besuchen. Die Sekundarstufe I der Mühltalschule soll der Niebergallschule im Martinsviertel zugeordnet werden.

Während für die drei Integrierten Gesamtschulen alles beim Alten bleibt, steht vor allem die Stadtteilschule Arheilgen als Kooperative Gesamtschule auf dem Prüfstand. Molter sagte, mit dem Staatlichen Schulamt sei vereinbart, der Schule noch bis einschließlich des Schuljahrs 2011/12 Zeit zu geben, sowohl den gymnasialen als auch den Haupt- und Realschulzweig zu stärken. Sollte die Schule diese Vorgaben nicht erfüllen, werde sie ab 2012/13 in eine Haupt- und Realschule umgewandelt. Auch die zweite Darmstädter Kooperative Gesamtschule, die Gutenbergschule in Eberstadt, müsse ihre Attraktivität steigern.

Der großen Nachfrage an den Gymnasien möchte die Stadt Rechnung tragen, indem sie die Zahl der Züge von derzeit 25 um drei bis vier erhöht. ( how)

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