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Gähnende Leere in bester Lage

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Am Willy-Brandt-Platz wird seit einem Dreivierteljahr ein Betreiber für Geschäftsräume gesucht. Für die Räume hätten sich durchaus „etliche Interessenten“ gemeldet, sagt Vermieter und Privatinvestor Selim Berber. Zweimal sei man kurz vor der Unterzeichnung eines Mietvertrags gewesen – „aber das Bauamt macht Probleme“.

An einer Nahtstelle zwischen Wohnquartier und Innenstadt, zwischen Gerichtsgebäuden und zahlreichen Anwaltskanzleien, vor der Tür ein Verkehrsknoten mit belebter Umsteigehaltestelle: Nach einem solchen Standort würde sich mancher Geschäftsinhaber, der in einer Nebenstraße um Aufmerksamkeit kämpft, die Finger lecken. Sollte man meinen. Doch am Willy-Brandt-Platz, am südlichen Ende der Frankfurter Straße, herrscht im Erdgeschoss gähnende Leere. Und das schon seit einem Dreivierteljahr: Im vorigen April ist der Fachhändler „Modellbau Profi“ ausgezogen.

Das Ladenschild ist noch vorhanden, doch in den Schaufenstern hängen statt ferngesteuerter Hubschrauber, Segelflieger oder Schiffsmodelle nur noch Hinweise auf „Zu vermieten“ und die neue Modellbauer-Anlaufstelle im Bürgerparkviertel. „Wir brauchten mehr Platz und mehr Parkplätze“, fasst „Modellbau Profi“-Inhaber Lambert Niewöhner die Gründe für den Auszug zusammen.

Laden wurde zu klein

Mit der Lage und den Mietkonditionen am Willy-Brandt-Platz sei man durchaus zufrieden gewesen, „aber wir sind dort aus allen Nähten geplatzt“. Die Ladenfläche wird mit 211 Quadratmetern angegeben, plus 50 Quadratmeter Nebenräume. Für die Räume am Willy-Brandt-Platz hätten sich „etliche Interessenten“ gemeldet, sagt Vermieter und Privatinvestor Selim Berber. Zweimal sei man kurz vor der Unterzeichnung eines Mietvertrags gewesen – „aber das Bauamt macht Probleme“.

So habe sich eine Großbäckerei sehr für den Standort interessiert, erklärt Berber. Deren Konzept sei es gewesen, neben dem Backwarenverkauf auch einige Cafétische aufzustellen – „ein sehr schönes Projekt, das den Platz beleben würde“.

Wegen Parkplatzproblemen sowie Anwohnerbeschwerden sei in dem Gebäude Gastronomie aber nicht zulässig, habe man ihm mitgeteilt. Gemäß Bebauungsplan seien Schank- und Speisewirtschaften in dem Gebiet nicht zulässig, bestätigt Verwaltungssprecher Daniel Klose. Genehmigungsfähig wären demnach nur „die der Versorgung des Gebiets dienenden Läden“. (bad)

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