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Fußgänger von Zug überrascht

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Am Bahnhof Kranichstein soll ein Zug bei geöffneter Fußgängerschranke durchgefahren sein. Der Schreck steckt einer 60-Jährigen noch in den Gliedern.

Gestern Morgen ist es am Bahnhof Kranichstein nach Darstellung einer Reisenden beinahe zu einem schweren Unfall gekommen. Demnach fuhr ein Zug bei geöffneter Fußgängerschranke durch.

Monika Heil wohnt unweit des Bahnhofs und fährt mit dem Zug zur Arbeit nach Frankfurt. Wie sie gestern schilderte, zitterte sie auch noch Stunden nach dem erschreckenen Erlebnis: „Ich brachte auf der Arbeit anfangs kaum einen Ton heraus“, sagt Heil.

Um 6.15 Uhr sei die Schranke für die Fußgänger, die zur Regionalbahn (RB 15704) auf Gleis zwei wollten, zur Überquerung von Gleis eins geöffnet gewesen, berichtet die 60-jährige Verwaltungsangestellte. Sie selbst habe auf dem etwa zwei Meter breiten Bahnsteig zwischen den beiden Gleisen gestanden.

Plötzlich sei mit hoher Geschwindigkeit ein einstöckiger Personenzug auf Gleis eins durch den Bahnhof gefahren. Ein Mann, der sich wie sie auf dem Bahnsteig befand, habe in letzter Sekunde mit lautstarken „Vorsicht“-Rufen andere Reisende davor warnen können, das Gleis zu überqueren. Sie selbst habe umgehend am Hauptbahnhof die Sachlage geschildert und darum gebeten, das Stellwerk zu kontrollieren.

Eine Stellungnahme zu dem Vorfall lag bis zum Abend nicht vor. Eine Sprecherin der Bahn in Frankfurt sagte lediglich, dass der Vorfall genauestens untersucht werde. (ryp)

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