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Führungskräfte willkommen

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Die Industrie- und Handelskammer (IHK) verleiht der Stadt Darmstadt das Gütesiegel „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“.

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) hat gestern vom Forum Rhein Main der Industrie- und Handelskammer (IHK) das Gütezeichen „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ entgegengenommen. Nach 20 kleineren Kommunen in der Region ist Darmstadt die erste Großstadt, die dergestalt gewürdigt wurde.

Das Audit enthielt einen umfangreichen Fragenkatalog. Zu 30 Kriterien in sechs „Handlungsfeldern“ hatte die Stadt in einem Prüfbogen Antworten gegeben. In den Bereichen „Strategische Zielsetzung“, „Zuzug leichtgemacht“, „Beruf und Familie“ „Ausländische Fach- und Führungskräfte“, „Kultur und Freizeit“ sowie „Harte Standortfaktoren“ gab es jeweils ein bis drei Punkte.

Maximal waren 101 Punkte möglich, Mindestpunktzahl fürs Zertifikat sind 71 Punkte. Wie viele davon Darmstadt gesammelt hat? Dazu sage man grundsätzlich nichts, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein, es sei ja nicht an ein Ranking gedacht.

Besondere Stärken

Sonderpunkte jedenfalls erntete Darmstadt für das Internetportal www.familien-willkommen.de, auf dem sämtliche Informationen und Angebote für Familien gebündelt seien. Die „besonderen Stärken“ Darmstadts, so Vetterlein, liegen ohnehin im großen Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Auszeichnung ist kein Ewigkeitszeichen, sondern für drei Jahre gültig. Danach gibt es ein Audit, das prüft, inwieweit die Stadt den formulierten „Entwicklungszielen“ näher gekommen ist.

Vetterlein und Partsch sahen Entwicklungsnotwendigkeiten auf drei Feldern: Ein verwaltungsinterner Arbeitskreis „Willkommenskultur“ solle unter IHK-Beteiligung eingerichtet werden. „Höhere Fremdsprachenkompetenz“ in den beteiligten Ämtern sei anzustreben, eine Neuauflage des Bandes „Willkommen in Darmstadt“ in englischer Sprache vonnöten. Dritter Punkt: Die gezielte Ansprache der internationalen „Communities“ in Darmstadt, beispielsweise eines Vereins von Studenten aus Kamerun, einer Interessengruppe indischer Geschäftsleute oder eines französischer Kulturtreffs. Diese könnten wichtige Orientierungs-, Betreuungs- und Eingliederungshilfen bei Zuwanderung leisten.

13 000 Neubürger gebe es jährlich in Darmstadt, so Partsch. Das seien nicht nur Studenten, sondern auch Fach- und Führungskräfte samt Familien aus dem In- und Ausland. Auch attraktives Wohnen sollte möglich sein. „Alle wissen“, so Vetterlein, „der Raum ist knapp.“ (phg)

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