1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Führungskräfte sind rar

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Heike Bletz, Helmut Möller und Christel Gallandy (v. li.).
Heike Bletz, Helmut Möller und Christel Gallandy (v. li.). © Alexander Heimann

Dem Volkshochschul-Freundeskreis mangelt es an Nachwuchs. Deshalb soll jetzt die Satzung geändert werden. Aus der Vorgabe, sieben Beisitzer im Vorstand haben zu müssen, soll „bis zu sieben“ werden.

Der VHS-Freundeskreis bietet in seinen vier Untergruppierungen – Mittwochs-Studienrunde, Singlekreis, Europäischer Freundeskreis und Kommunales Kino – ein vielfältiges Programm. Bei seiner Jahresversammlung am 12. Juni wählt der Verein einen neuen Vorstand.

Zudem ist über eine Satzungsänderung zu befinden. Aus der Vorgabe, sieben Beisitzer im Vorstand haben zu müssen, soll „bis zu sieben“ werden. Hintergrund: „Schon bei unserer letzten Vorstandswahl hatten wir das Problem, dass wir diese sieben Leute nicht zusammenbekommen haben“, erklärt Vorsitzender Helmut Möller und deutet an, dass die Vorstandsbesetzung in Zukunft wohl nicht einfacher wird. Die Bereitschaft, ein Amt im Führungsgremium zu übernehmen, sei auch im VHS-Freundeskreis gering.

Die Mitgliederzahl des Vereins, aktuell 720, ist seit Jahren konstant. Ein- und Austritte halten sich die Waage, wie Kassenverwalterin Christel Gallandy berichtet. Allerdings fehlt es dem Verein an Nachwuchs. Möller schätzt den Altersdurchschnitt der Mitglieder auf mehr als 60 Jahre.

Die Aktivitäten des VHS-Freundeskreises spielen sich vor allem in den vier Untergruppierungen des Vereins ab. Möller nennt die Mittwochs-Studienrunde, die jeden Mittwoch um 15 Uhr im Sitzungssaal des Alten Amtsgerichts zusammenkommt, um sich Vorträge anzuhören. Aber zum Programm gehören auch Fahrten, etwa zum Besuch von Museen wie dem Frankfurter Städel, wo kürzlich die Monet-Ausstellung besichtigt wurde. Geleitet wird die Gruppe von Marianne Hübsch.

Singlekreis für alle ab 40 Jahren

Für alleinstehende Frauen und Männer ab 40 Jahren gibt es den Singlekreis. Dessen Mitglieder kommen an jedem ersten Freitag im Monat um 20 Uhr im Alten Amtsgericht zusammen, um ihr Monatsprogramm zu planen. An Aktivitäten dieser von Bärbel Wiehr geleiteten Gruppe nennt Möller beispielsweise Theaterbesuche, Kegel- und Spieleabende.

„Außer der Reihe werden aber auch Ausflüge gemacht“, berichtet stellvertretende Vorsitzende Heike Bletz, die dieser Gruppe ebenso angehört wie Christel Gallandy: „Im vergangenen Jahr waren wir zum Beispiel bei der Landesgartenschau in Gießen.“

Zudem ist der VHS-Freundeskreis neben der Stadt Groß-Gerau und dem DGB-Ortsverband Träger des Kommunalen Kinos, das ausgesuchte Filme im Lichtspielhaus zeigt. Der Verein, namentlich Walter Seeger, plant gemeinsam mit Lichtspielhaus-Chefin Anja Wenz das Programm. Der Pflege der Städtepartnerschaft hat sich der Europäische Freundeskreis verschrieben, der Kontakte zu den mit Groß-Gerau verschwisterten Tielt (Belgien), Bruneck (Italien), Brignoles (Frankreich) und Szamotuly (Polen) pflegt.

Das Engagement der Förderer interkulturellen Austauschs, 1983 von Änne Lämmermann und Helmut Möller gegründet, ist sehr vielfältig – von Fahrten über die Betreuung von Besuchern bis zur Vermittlung von Gasteltern und Praktikantenstellen.

Soziales Engagement

Zudem weist Möller auf das soziale Engagement des VHS-Freundeskreises hin. Aus den Mitgliedsbeiträgen (neun Euro pro Jahr, Mitglieder der Mittwochs-Studienrunde zahlen zusätzlich vier Euro) habe der Verein im vergangenen Jahr 1900 Euro abgezweigt, um sie für soziale Zwecke zu stiften. Spenden gingen unter anderem an die Lebenshilfe, an den Verein für Wohnsitzlose in Groß-Gerau, an Ärzte ohne Grenzen und – als Hilfe für Erdbebenopfer in Nepal – an Caritas International.

Seit vielen Jahren unterstütze der Verein auch die städtische Musikschule, indem er Zuschüsse für den Kauf neuer Musikinstrumente gewähre. Auch begabten, aber aus finanzschwachem Elternhaus stammenden Kindern habe der Verein schon den Kauf eines Musikinstruments ermöglicht. Den Partnerschaftsverein Dritte Welt Dornheim, der vor allem Projekte in Kenia und Tansania betreut, und den Partnerschaftsverein Kreis Groß-Gerau – für Masatepe (Nicaragua) – habe der Volkshochschul-Freundeskreis ebenfalls schon mit Spenden bedacht.

Weitere Informationen zum VHS-Freundeskreis kann man bei Helmut Möller (Telefon 06152 57269, E-Mail helmutHmoeller@aol.com) erfragen. (dirk)

Auch interessant

Kommentare