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Fragen zum Tod

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Von: Judith Köneke

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Eine Veranstaltung am Sonntag beleuchtet die Trauer- und Bestattungspraxis früher und heute anlässlich des Fundes alter Knochen.

Als vor einigen Monaten im Umfeld der evangelischen Kirche Mörfelden in der Langgasse Elektrokabel verlegt wurden, kamen menschliche Knochen zum Vorschein. Dies verwunderte nicht wirklich, denn bis 1651 lag rings um die Kirche der älteste Friedhof von Mörfelden. Erst danach wurde der damals „auf dem Felde“ gelegene Friedhof im heutigen Stadtpark (Bürgerhaus) angelegt. Die Friedhofstraße, die direkt auf diesen Friedhof zulief, erinnert bis heute daran. Der Waldfriedhof, wurde erst 1925 eröffnet.

Der Knochenfund wirft viele Fragen auf, denen auf der Veranstaltung „Tod, Trauer und Beerdigung in Geschichte und Gegenwart Mörfeldens“ am Sonntag, 22. April, um 17 Uhr im Museum Mörfelden, Langgasse 45, Antworten gefunden werden sollen. Wie veränderte sich über Jahrhunderte der Umgang mit Tod, Beerdigung und Trauer? Warum erließ der Landgraf von Hessen-Darmstadt eine Trauerordnung für seine Untertanen? Darüber sprechen Helga Glanz und Cornelia Rühling vom Museum Mörfelden.

Heute leben in Mörfelden-Walldorf auch viele Menschen aus anderen Religionen. Welche Bedeutung hat Tod, Trauer und Beerdigung in diesen Religionsgemeinschaften? Yoshi Matsuno wird darüber aus Sicht der buddhistischen Gruppe „Soka Gakkai“ sprechen. Laige Sari Bozyel und Tuncay Dinckal werden erläutern, was Tod und Trauer in ihrer türkisch-sunnitischen Religionspraxis bedeuten. Über die heutige Arbeit des Hospizvereins Mörfelden-Walldorf sprechen Margot Renner und Cornelia Sengling. jkö

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