1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Flüchtlinge im Sportverein

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Angelika Ribler vom Landessportbund Hessen stellt rund 30 Gästen aus Vereinen und Verwaltung das Modell-Projekt „Sport und Flüchtlinge“ vor.

Der Sportkreis Groß-Gerau hat zusammen mit dem Sportkreis Darmstadt-Dieburg und der Sportjugend des Landessportbundes Hessen am Dienstag über das Thema Sport und Flüchtlinge informiert. „Sport spricht alle Sprachen“, sagte Referentin Angelika Ribler vom Landessportbund Hessen. Sport biete eine gute Möglichkeit, unkompliziert in Kontakt zu kommen. Besonders für Kinder sei die Bewegung zudem ein guter Ausgleich für die oft beengten Wohnverhältnisse in den Flüchtlingsunterkünften.

Ribler stellte den rund 30 Gästen aus Vereinen und Verwaltung das Modell-Projekt „Sport und Flüchtlinge“ vor. In den hessischen Kommunen Egelsbach, Maintal und Butzbach setze man so genannte Sport-Coaches ein. Deren Aufgabe ist es, Interessen und Bedarf auf Seiten der Flüchtlinge wie auch der lokalen Partner zu erfragen sowie Interessen und Möglichkeiten der Sportvereine auszuloten. Wie die Referentin zudem erläuterte, sind alle in Deutschland registrierten Flüchtlinge, die ein Angebot eines dem Landessportbund (LSBH) angeschlossenen Vereins wahrnehmen, über den LSBH krankenversichert.

In der anschließenden Diskussion wurde die Idee ins Spiel gebracht, dass in größeren Vereinen ein fester Ansprechpartner benannt werden könnte. Er wäre die Kontaktperson für den Sozialarbeiter, der die jeweilige Flüchtlingsunterkunft betreut.

„Die am Sportangebot interessierten Flüchtlinge sind Menschen, die sich integrieren wollen“, sagte Petra Scheible, stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Groß-Gerau. Aus eigener Erfahrung berichtete sie, dass bei der TGS Walldorf bereits rund 45 Flüchtlinge in verschiedenen Abteilungen aktiv sind. (eda)

Auch interessant

Kommentare