Darmstadt

Flächen für Wohnungen in Darmstadt

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Die Stadt Darmstadt verhandelt mit dem Land über Kauf von zwei Grundstücken. Dort sollen Sozialwohnungen und Wohnungen für Haushalte mit mittlerem Einkommen entstehen.

Die Stadt Darmstadt verhandelt aktuell mit dem Land Hessen über den Kauf von zwei Grundstücken. Das geht aus den Antworten auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion hervor.

Das Grundstück in der Marienburgstraße 4-72 ist 12 523 Quadratmeter groß, die Fläche in der Jägertorstraße zwischen Gruberstraße und Siemensstraße 21 956 Quadratmeter. Neben der Entwicklung der ehemaligen Konversionsflächen und der Erschließung neuer Baugebiete würden auch die Grundstücke für eine Wohnbebauung in Betracht gezogen, die sich in Landesbesitz befänden und veräußert werden könnten, sagt Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne). Der Magistrat stehe dazu mit der Landesregierung und den zuständigen Behörden in Kontakt.

Auf den Grundstücken an der Marienburgstraße können nach Angaben der Stadt rund 15 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche (BGF) entstehen, davon 25 Prozent für Sozialwohnungen und 20 Prozent für Wohnungen für Haushalte mit mittlerem Einkommen.

Auf den Grundstücken an der Jägertorstraße, von denen sich ein Teil in Landes- und ein Teil in städtischem Eigentum befindet, könnten rund 23 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche entstehen, von denen ebenfalls 25 Prozent auf Sozialwohnungen entfielen und 20 Prozent für Wohnungen für Haushalte mit mittlerem Einkommen.

Nach einer Richtlinie des Landes müssen die Städte und Kommunen die Flächen selbst erwerben und sich anschließend um deren Bebauung kümmern. Der Magistrat führe jedoch Verhandlungen mit dem Land, damit das Gelände direkt an die städtische Wohnungsbaugesellschaft Bauverein AG veräußert werden kann, sagt Oberbürgermeister Partsch. Das Land werde die Flächen nicht verschenken, aber verbilligt abgegeben.

Der Preisnachlass betrifft jedoch nur die Wohnungen, die im geförderten Wohnungsbau errichtet werden. Die geförderten Wohnungen müssen innerhalb einer Frist von fünf Jahren nach Abschluss des Kaufvertrages bezugsfertig sein – so ist es vorgeschrieben. In der Marienburgstraße kann diese Zeitvorgabe nicht eingehalten werden. Dort seien noch viele Wohnungen vermietet und müssten erst frei werden. 

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