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Eine alte Postkarte zeigt eine historische Aufnahme der Oberen Marktstraße.
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Eine alte Postkarte zeigt eine historische Aufnahme der Oberen Marktstraße.

Jubiläum in Groß-Umstadt

Feuershow auf dem Marktplatz

  • Claudia Kabel
    VonClaudia Kabel
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Die Stadt Groß-Umstadt feiert ihr 1275-jähriges Bestehen mit einer Festwoche. Zum Festabend kommt Sachsens Ex-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf, der dort Abitur machte.

In Groß-Umstadt ist nicht nur der berüchtigte Räuber Schinderhannes verortet, der ab 1800 sein Unwesen vom heutigen Ortsteil Semd aus führte. Auch eine der ersten Bürgerinitiativen Südhessens machte dort 1782 mobil. Man kämpfte gegen die Verunstaltung des Renaissancerathauses am Markt. Heute ist die Kommune im Landkreis Darmstadt-Dieburg Mittelzentrum und Fairtrade-Stadt. Mit ihren zahlreichen Fachwerkgebäuden und Herrschaftshäusern aber ist sie vor allem bekannt für das alljährlich im September stattfindende Winzerfest, zu dem Tausende Besucher kommen. 

Doch in diesem Jahr feiert die 21 000 Einwohner große Stadt, bekannt als „Odenwälder Weininsel“ mit dem mediterranen Flair, zuvor vom 10. bis 19. August ihr 1275-jähriges Bestehen. Vom Nachtwächterrundgang über die Darstellung historischer Berufe, Open-air-Konzerte, Poetry Slam, Rudelsingen, Stadtradeln bis Late-Night-Shopping und Feuershow: Das breitgefächerte Festprogramm kann sich sehen lassen. Zahlreiche Vereine, Institutionen, Künstler, Kirchen, Schulen, Winzer, Gewerbe und die Stadt selbst beteiligen sich an der Ausrichtung. „Viele unserer Mitbürger sind stolz auf ihre Familiengeschichte beziehungsweise die ihrer Stadt, wissen ihre Herkunft und lokale Tradition zu schätzen, erleben im Alltag die historische Altstadt und verweisen stolz auf die sichtbaren Zeugen früherer Jahrhunderte“, sagt Bürgermeister Joachim Ruppert. Das Jubiläum biete Gelegenheit, sich zu besinnen, wie Umstadt einst war und wie es heute ist.

Bis zur Wende war Groß-Umstadt kleinstes Weinanbaugebiet der Republik. Inzwischen wurden die Rebenhänge Richtung Heubach erweitert. Ein römischer „Traubenstein“ lasse vermuten, dass bereits kurz nach Beginn der neuen Zeitrechnung Wein in „autmundisstat“ wuchs, heißt es in der städtischen Chronik. Zwar belegen schon Funde aus der Altsteinzeit eine frühere Besiedlung, doch die erste urkundliche Erwähnung stammt von 743. Da schenkte Karlmann, einer der Söhne von Karl Martell, dem zwei Jahre zuvor gegründeten Bistum Würzburg die St.-Peters-Basilika von „autmundisstat“.

Auftakt der Jubiläumswoche ist ein Festabend am 10. August um 17 Uhr in der Stadthalle. Neben Bürgermeister Ruppert und Landrat Klaus-Peter Schellhaas (beide SPD), die das Spektakel eröffnen, kommt als Gastredner Sachsens Ex-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf, der am Umstädter Gymnasium Abitur machte und sich schon damals politisch engagierte. Zur Einstimmung werden Theaterszenen aus der Ortsgeschichte gezeigt. Zeitgleich öffnet das dreitägige Weindorf auf dem Marktplatz.

Während einer Reihe von Thementagen präsentieren sich ab Montag Einrichtungen und Vereine. Den Anfang machen die Schulen der Stadt.

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