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Feuer im Wohnhaus

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Mehr als 80 Feuerwehrkräfte waren vor Ort.
Mehr als 80 Feuerwehrkräfte waren vor Ort. © Dennis Möbus

Lichterloh hat am Donnerstagabend in der Straße „Am Osterbruch“ in Trebur ein Wohngebäude gebrannt. Zwei Bewohner erleiden Rauchgasvergiftung. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar.

Als die ersten Retter der um 18.20 Uhr alarmierten Feuerwehren eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus Erd- und Obergeschoss. Der Schaden wird auf 300 000 Euro geschätzt.

Die Rauchwolke war kilometerweit sichtbar. Und die Hitzeentwicklung war so stark, dass selbst Dachrinnen am Nachbargebäude schmolzen und Fenster zersprangen.

Die 77 und 73 Jahre alten Bewohner konnten das brennende Haus aus eigener Kraft verlassen. Sie erlitten Rauchgasvergiftungen und wurden in eine Klinik gebracht. Das Haus brannte komplett aus.

Schon kurz nach der Alarmierung über Sirenen und Meldeempfänger versammelten sich zahlreiche Schaulustige rund um die Einsatzstelle. Nach etwa einer halben Stunde war das Feuer größtenteils gelöscht. Insgesamt waren rund 20 Fahrzeuge und mehr als 80 ehrenamtliche Einsatzkräfte an den Löscharbeiten beteiligt. Zeitweise waren neun Strahlrohre im Einsatz, die mehrere tausend Liter Wasser pro Minute abgaben.

Um genug Wasser zu haben, wurden nicht nur Hydranten in der Umgebung angezapft, sondern es wurde auch eine Wasserförderung aus dem Schwarzbach aufgebaut. Insgesamt verlegten die Einsatzkräfte über einen Kilometer Schläuche.

300.000 Euro Schaden

Während der Löscharbeiten musste aus Sicherheitsgründen der Strom in der Straße abgeschaltet werden. Die zuständigen Stadtwerke gruben mit einem Bagger die Straße auf und kappten den Anschluss zum Wohnhaus. Nach mehreren Stunden konnte die Stromversorgung für die restlichen Wohnhäuser wieder hergestellt werden. Mehrere Goldfische wurden zudem aus einem Teich hinter dem Gebäude evakuiert und vor dem kontaminierten Löschwasser gerettet.

Neben den Wehren aus der Gemeinde rückte auch die Feuerwehr aus Groß-Gerau an.

Als nach rund fünf Stunden auch die letzten Brandnester gelöscht waren, rückte das Technische Hilfswerk an, das vor dem Gebäude zur Begutachtung ein Gerüst errichtete. Das ausgebrannte Haus konnte aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden. Ein Teil der Treburer Feuerwehr richtete eine Brandwache ein und blieb bis Freitagmorgen vor Ort.

Als Brandursache wird ein technischer Defekt an einem Elektrogerät vermutet. Die Kriminalpolizei in Rüsselsheim hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. (eda)

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