Darmstadt

Tendenz Richtung Uffbasse

Die Mitglieder der Grünen sind für Sondierungsgespräche mit Uffbasse und FDP. Die Verhandlungskommission soll aber auch mit SPD, Linken, Uwiga und Piraten über eine mögliche Zusammenarbeit und inhaltliche Schnittmengen sprechen.

Eine Mitgliederversammlung der Darmstädter Grünen hat bei einer Enthaltung den Weg frei gemacht für Sondierungsgespräche mit Uffbasse und FDP. Bei der Veranstaltung wurden aber zugleich deutliche Vorbehalte gegenüber einer Koalition mit der FDP geäußert. In dem verabschiedeten Papier sprechen sich die Grünen für eine Fortsetzung der Koalition mit der CDU aus. Neben Sondierungsgesprächen mit Uffbasse und FDP will die Verhandlungskommission aber auch mit SPD, Linken, Uwiga und Piraten über eine mögliche Zusammenarbeit und inhaltliche Schnittmengen sprechen.

Der FDP-Vorsitzende Leif Blum erklärte seine Bereitschaft, mit der bisherigen grün-schwarzen Koalition, der zwei Sitze zu einer Mehrheit im Stadtparlament fehlen, „ernsthafte Sondierungsgespräche“ zu führen. Dass diese Gespräche aber in eine Dreier-Koalition münden, ist nach Wortmeldungen bei der Mitgliederversammlung der Grünen unwahrscheinlich.

Nach mehreren kritischen Äußerungen sagte die Parteivorsitzende Hildegard Förster-Heldmann: „Die FDP scheint euch ja schwer im Magen zu liegen. Die Botschaft ist angekommen.“ Zugleich wies sie darauf hin, dass man als stärkste Fraktion einen Wählerauftrag zu Sondierungen habe.

Nach Äußerungen am Rand der Veranstaltung könnte es auf eine Kooperation von Grün-Schwarz mit Uffbasse hinauslaufen. Die Wählergruppe will sich nicht in einer Koalition binden, kennt auch keinen Fraktionszwang, was sie ein Stück unberechenbar macht. Dennoch sind viele Grüne offenbar bereit, dieses Risiko einzugehen. (ryp)

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