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Jeder zehnte Baum im Westwald ist bereits abgestorben.
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Jeder zehnte Baum im Westwald ist bereits abgestorben.

Darmstadt

FDP Darmstadt fordert ein Notprogramm für den Westwald

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Freie Demokraten äußern Kritik am Abschlussbericht zum „Runden Tisch Wald“. Stadträtin Akdeniz weist Vorwürfe zurück. Minderheitenmeinung zu Grundwasserentnahme.

Die FDP in Darmstadt wird den Abschlussbericht des „Runden Tischs Wald“ während der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung im Februar ablehnen. Das haben der Parteivorsitzende Leif Blum und die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion Ursula Blaum in einer Mitteilung angekündigt. Umweltdezernentin Barbara Akdeniz (Grüne) hatte den Bericht sowie eine Bestandsaufnahme zum Zustand des Walds am Donnerstag vorgestellt.

„Wir sind von dem Bericht maßlos enttäuscht“, schreiben Blum und Blaum. Mit dem Dialogprozess am runden Tisch seien zunächst „große Hoffnungen“ verbunden gewesen. Die Koalition aus Grünen und CDU habe aber „einmal mehr bewiesen, dass sie nicht willens und nicht in der Lage ist, an der Sache zu arbeiten“, und sei vorwiegend „an der eigenen Selbstinszenierung interessiert“, meinen Blum und Blaum. Stadträtin Akdeniz wies diese Vorwürfe auf Nachfrage als Wahlkampfrhetorik zurück.

Blaum moniert auch, dass bei der geforderten Ausweisung des Westwalds als Bannwald in den vergangenen Jahren unter grüner Führung im Rathaus und im Regierungspräsidium „nichts passiert“ sei. Ein „Notprogramm für den Westwald“ sei „dringend geboten“, etwa um das Grundwasser zu erhöhen oder das Rehwild einzudämmen, schlägt Blaum vor.

In dem Bericht des runden Tischs heißt es dazu, am Ende der „intensiven Beratungen“ hätten eine Stadtverordnete der Fraktion Uwiga und ein Stadtverordneter der Linken als einzige Mitglieder des runden Tischs eine „absolute Minderheitenmeinung“ zum Thema Grundwasserentnahme abgegeben. Die oppositionelle Auffassung lautet: „Zusätzlich wurden auch die Wasserentnahmen durch Wasserwerke Darmstadt und Pfungstadt der Hessenwasser GmbH & Co. KG so exzessiv gesteigert, dass sich inzwischen schwerste Waldschäden auch in die Darmstädter und die Eberstädter Tanne flächig ausgebreitet haben.“ Bodenkundliche Untersuchungen haben jedoch laut dem Bericht ergeben, dass die Grundwasserstände bereits 1957 „mindestens siebeneinhalb Meter unter Flur waren“. „Daher konnten sie nicht zur Wasserversorgung der Wälder beitragen.“

Grünen-Vorstandssprecher Jürgen Deicke und der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Schleith teilten mit, die Rettung des Stadtwalds habe für die Koalition „Priorität“. Der partizipative Dialogprozess könne „als Darmstädter Modell zum Vorbild für andere Länder und Kommunen im Umgang mit dem Wald werden“, so Deicke und Schleith. Eine naturnahe Bewirtschaftung sei in diesem Zusammenhang „eindeutig der Schlüssel, um den Wald zukunftsfähig zu machen“, so die Vertreter der Koalitionsfraktionen.

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