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Polizistinnen und Polizisten müssen sich nicht nur bei Demonstrationen vor gewaltsamen Angriffen selbst schützen. Jedes Jahr werden rund 300 Beamte allein in Südhessen tätlich angegriffen.
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Polizistinnen und Polizisten müssen sich nicht nur bei Demonstrationen vor gewaltsamen Angriffen selbst schützen. Jedes Jahr werden rund 300 Beamte allein in Südhessen tätlich angegriffen.

Darmstadt

Gewalt gegen Polizei: Fast täglich eine Attacke

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und das Polizeipräsidium Südhessen bündeln Personal, um Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Widerstands und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte gezielter zu bearbeiten.

Trotz Corona-Lockdown und des Gebots, soziale Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren, ist die Gewalt gegen Einsatzkräfte weiterhin auf einem hohen Niveau. In den vergangenen drei Jahren wurden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südhessen jedes Jahr rund 300 Polizeibeamtinnen und -beamte Opfer von gewaltsamen Angriffen. 2020 wurden laut der aktuellen Kriminalitätsstatistik 294 Polizeikräfte, 13 Rettungskräfte und drei Feuerwehrleute attackiert.

Attacken gegen Polizei- und Rettungskräfte sowie Feuerwehrleute

Aufgrund des weitgehenden Stillstands des öffentlichen Lebens sei der leichte Rückgang der Fälle um ein Zehntel jedoch „eher als ein Anstieg zu werten“, meint Polizeipräsident Bernhard Lammel. Die zunehmende und grundsätzlich festzustellende Respektlosigkeit und Gewaltbereitschaft gegenüber der Polizei sei auch nicht an Einflüssen wie etwa Alkoholkonsum festzumachen.

Deshalb wollen nun die Darmstädter Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium bei der Bearbeitung der Verfahren, in denen es um Gewalt gegen Einsatzkräften geht, ihre Zusammenarbeit intensivieren. Bereits seit September 2020 beschäftigt sich bei der Staatsanwaltschaft ein mit zwei Staatsanwälten besetztes Sonderdezernat mit Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Widerstands und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

Gewalt gegen Einsatzkräfte: Staatsanwaltschaft und Polizei kooperieren

Die Staatsanwälte werden künftig mit Beamten des Zentralkommissariats 20 des Polizeipräsidiums zusammenarbeiten. Im Zuge einer Umstrukturierung sollen gleichgelagerte Strafanzeigen in einem neuen Sachgebiet des Kommissariats gebündelt und von den dortigen Ermittlern bearbeitet werden.

Kerstin Reckewell, die Leiterin der Staatsanwaltschaft, teilte mit, Ziel der intensiveren Zusammenarbeit sei nicht nur die Verfolgung und konsequente Ahndung von Straftaten gegen Polizeibeamte, sondern auch gegen Amtsträger und Bedienstete bei Behörden und kommunalen Einrichtungen, wie den Sozialämtern und Jobcentern, die auch vermehrt Anfeindungen, Beleidigungen und tätlichen Angriffen ausgesetzt seien.

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