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Fachwerkhaus in Flammen

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Die Feuerwehr verhinderte, das der Brand auf umliegende Häuser übergreifen konnte.
Die Feuerwehr verhinderte, das der Brand auf umliegende Häuser übergreifen konnte. © dpa

Großeinsatz für die Feuerwehr: Ein Feuer zerstört eines der ältesten Fachwerkhäuser Dieburgs und beschädigt zwei weitere Gebäude. Ein 86-Jähriger wird schwer verletzt.

Eines der ältesten Fachwerkhäuser Dieburgs ist bei einem Brand in der Zuckerstraße am Dienstagvormittag zerstört worden. Zwei weitere Häuser wurden beschädigt. Bei dem Versuch, die Flämmen einzudämmen, wurde ein 86-jähriger Mann schwer verletzt. Er musste in eine Spezialklinik eingeflogen werden.

Das Feuer war im Haus Nummer 19 ausgebrochen und hatte dann auf die Nachbarhäuser übergegriffen. Anwohner hatten gegen zehn Uhr Brandgeruch bemerkt und die Feuerwehr verständigt.

Die Wehren aus Dieburg, Münster, Groß- und Klein-Zimmern sowie DRK-Rettungsdienste aus Münster und Groß-Umstadt rückten mit 75 Einsatzkräften an. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten durch einen herabfallenden Dachziegel verletzt.

Bei dem 1466 errichteten Haus Nummer 19 stürzten der Dachstuhl und der erste Stock ein. Auch der Rest des Gebäudes drohte einzustürzen. Deshalb und wegen immer wieder aufzüngelnder Glutnester war die nähere Umgebung auch am Nachmittag noch gesperrt.

Brandursache unbekannt

Gegen 16.45 Uhr gab es noch einmal eine Nachalarmierung wegen Nachlöscharbeiten und Glutnestern, ausgelöst durch die eingeteilte Brandwache. Nach Glutnestern war vorher bereits mit einem Hebekran gesucht worden.

Die Höhe des Schadens lässt sich vorläufig noch nicht beziffern. Auch die Brandursache ist noch unklar.

„Das sind ja uralte Häuser, die brennen ja wie Zunder“, sagt Heinz Wolf. Seiner Frau gehört das Haus Nummer 17 in der Zuckerstraße, das 1470 erbaut wurde. Es konnte gehalten werden, auf der einen Seite ist aber der Dachstuhl erheblich in Mitleidenschaft gezogen. „Wir haben so viel in dieses Haus gesteckt – und jetzt ist alles futsch“, sagt Wolf.

Neben den Verletzten und dem materiellen Schaden ist es auch der Verlust an historischer Bausubstanz, der die Dieburger betroffen macht – auch Bürgermeister Werner Thomas (parteilos): „Das sind die ältesten Dieburger Häuser, es ist ein Jammer, was soll man da im Moment noch mehr sagen?“ ( eda)

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