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Express-Busse statt Bahn

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Von: Boris Halva

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Die TU in Darmstadt (Symbolfoto).
Die TU in Darmstadt (Symbolfoto). © Renate Hoyer

Die Opposition will eine Testphase für eine schnelle und günstige Anbindung der Technischen Universität an der Lichtwiese. Die bisher geplante Straßenbahnlinie sei zu teuer.

Mit einer optimierten Busverbindung statt einer teuren Straßenbahnlinie wollen die Darmstädter Oppositionsparteien SPD, Linke, FDP und Uwiga die Anbindung der Technischen Universität (TU) Lichtwiese an die Innenstadt günstiger und schneller voranbringen. Die Parteien schlagen vor, „in einer einjährigen Testphase zwei TU-Expresse einzuführen“, die den Hauptbahnhof mit den zwei TU-Dependancen Stadtmitte und Lichtwiese verbinden.

Über den entsprechenden Antrag, den die Opposition im Stadtparlament eingereicht hat, soll in der heutigen Stadtverordnetensitzung abgestimmt werden. Im Sommer hatte sich die Opposition dagegen ausgesprochen, die Lichtwiesenbahn weiter zu planen.

Die Antragssteller sehen in ihrem Konzept gleich mehrere Vorteile: Weniger Zwischenhalte für kürzere Fahrzeiten, Entlastung der Innenstadt und der aktuell von Studenten genutzten Buslinien sowie die Bewahrung des naturnahen Campus an der Lichtwiese. Anstatt ein umstrittenes Großprojekt durchzudrücken, das hohe Investitions-, Folge- und Umweltkosten mit sich bringt, „sollte eine optimierte, nachfrageorientierte Busanbindung getestet werden“, heißt es in dem Schreiben.

Seit fünf Jahren werde das Projekt „lediglich mit falschen Fahrgastprognosen und fragwürdigen Gutachten begründet“, kritisieren die verkehrspolitischen Sprecher Tim Huß (SPD), Martina Hübscher-Paul (Linke), Ursula Blaum (FDP) und Erich Bauer (Uwiga).

Der Vorschlag der Opposition: „Der TU-Express 1 fährt von der Haltestelle Darmstadtium über die Landgraf-Georg-Straße ohne Zwischenhalte zum Campus Lichtwiese. Der TU-Express 2 beginnt am Hauptbahnhof, umfährt den Luisenplatz über den City-Ring und fährt anschließend auf die Strecke des TU-Express 1.“ 

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