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Erste Notunterkunft in Darmstadt ist fertig

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Von: Annette Schlegl

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Im Bürgermeister-Pohl-Haus in Darmstadt-Wixhausen kommen ukrainische Flüchtlinge unter.
Im Bürgermeister-Pohl-Haus in Darmstadt-Wixhausen kommen ukrainische Flüchtlinge unter. © Centralstation Darmstadt

Im Darmstädter Stadtteil Wixhausen sind 120 Betten für Ukraine-Flüchtlinge geschaffen worden. In der ukrainischen Partnerstadt Ushgorod gab es erstmals Luftalarm.

In Darmstadt gibt es eine erste zentrale Anlaufstelle für die Geflüchteten aus der Ukraine. Feuerwehr und Rotes Kreuz haben gemeinsam mit freiwilligen Helfer:innen am Wochenende das Bürgermeister-Pohl-Haus, ein großes Veranstaltungshaus im Stadtteil Wixhausen, zur Notunterkunft umfunktioniert und hier Platz für 120 Menschen geschaffen. In den Räumen des Bürgerhauses können sie auch gegen Corona geimpft und gegebenenfalls isoliert werden.

Zusätzlich mietet die Stadt Zimmer in Hotels und Pensionen an. So können dann insgesamt rund 500 Menschen unterkommen, die vor dem russischen Krieg in der Ukraine flüchten.

Wie der Ukraine-Krisenstab der Stadt verlautbarte, wurden bis zum Wochenende in Darmstadt 296 aus der Ukraine Geflüchtete gezählt. 226 von ihnen seien privat untergebracht, die restlichen 70 kamen in Pensionen und Hotels unter. Allein das Greet-Hotel nahm 50 Geflüchtete auf. Das Rote Kreuz hat drei ukrainisch sprechende Einsatzkräfte in seinen Reihen und unterstützte das Hotel bei der Registrierung. Der Krisenstab der Stadt rechnet in den kommenden Tagen und Wochen damit, dass noch mehr Menschen in Darmstadt eintreffen, die vor dem Krieg geflohen sind.

Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) erklärte in der montäglichen Krisenstabs-Sitzung, dass es in Ushgorod, der Darmstädter Partnerstadt in der Ukraine, in der Nacht zum Montag erstmals Luftalarm gegeben habe, der mehrere Stunden andauerte. Die knapp 120 000-Einwohner-Stadt liegt unmittelbar an der Grenze zur Slowakei. Es seien Gott sei Dank keine Bomben gefallen, so Partsch.

Darmstadt werde seiner ukrainischen Partnerstadt unter anderem mit Notstromaggregaten helfen, die von der Entega vermittelt werden. Derzeit werde geprüft, wie die Generatoren Ushgorod erreichen können. Dies gelte auch für weitere, von Unternehmen angekündigte Sachspenden in größerem Umfang – etwa haltbare Lebensmittel oder Hygieneartikel. ann

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