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Erst mal Pause machen

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Schüler freuen sich über den ersehnten Ferienbeginn. In den nächsten Wochen geht es auf Reisen. Einige Schüler wollen aber auch jobben, um Geld zu verdienen.

Endlich Ferien, endlich Freizeit: Am Freitag schallte Jubel aus den Schulen der Stadt. Egal ob Grundschule, Gesamt- und Berufsschule oder Gymnasium – der Beginn der heißersehnten Sommerferien befreit für sechs Wochen von Lernstress und Klausuren. Die Freude war vor allem an den vier Grundschulen der Kreisstadt groß. Etwas verhaltender, doch mit einer Prise Übermut gespickt, äußerten sich die größeren Schüler an Gesamtschule und Gymnasien.

Vom Oberstufengebäude der Prälat-Diehl-Schule (PDS) strebten kurz nach 10 Uhr viele Schüler den nahen Bushaltestellen zu und wirkten, als wollten sie sagen: „Nichts wie weg.“ Ihr Zeugnis hielten sie teils in Händen. Auch Ann-Christin, Dominik, Marco, Athena und Laura gehörten dazu, kamen erleichtert, das Schuljahr gepackt zu haben, durch die Flügeltür ins Freie. „Im nächsten Schuljahr geht’s mit Klasse 12 los mit Abitursvorbereitungen. Da wird der Lernstress sicher noch größer“, meinte Ann-Christin. Die Schüler berichteten beiläufig, dass von 150 Absolventen ihrer Klassenstufe 30 nicht versetzt worden seien oder sich zur Verbesserung ihrer Noten entschieden hätten, „eine Ehrenrunde“ zu drehen.

Merkbare Erschöpfung

„Einige verlassen auch die PDS, um woanders das Fachabitur zu machen oder eine Ausbildung zu beginnen“, ergänzten die jungen Leute. So auch Athena, für die es an diesem Tag ein endgültiger Abschied von der PDS ist. „Ich habe keine Ferien, sondern beginne mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Vitos-Psychiatrie Riedstadt“, gab die junge Frau Auskunft. Pures Faulenzen und den Genuss freier Zeit gönnen sich Dominik und Marco, die zum Urlaub in den Nordosten Spaniens aufbrechen. Keine Frage, verdient hätten dies alle Schüler, denen neben der Freude auch Erschöpfung anzusehen ist.

Laura und Ann-Christin erzählen, dass sie jobben werden, um Geld zu verdienen. „Wir werden kellnern. Aber wir freuen uns auch auf einen Kurztrip zu einem Musikfestival und auf eine Stadtreise nach Amsterdam“, ergänzen sie. Jedenfalls: „Erst mal Pause von der Schule“ ist das, was alle eint. Erleichtert und glücklich kommt auch Julia (17) aus der PDS. Ihre Mutter Silke Gimbel wartet mit dem Auto, denn die Familie wohnt in Trebur, wohin die Busverbindung teils langwierig sei, wie sie erzählen. Die Freude auf die Ferien ist auch bei Julia groß. Sie sagt: „Mit dem Zeugnis bin ich ganz zufrieden, da ich längere Zeit wegen Krankheit fehlte.“ (lot)

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