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VGH erlaubt Baumarkt bei Merck

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Der Baumarkt „Bauhaus“ darf in der Otto-Röhm-Straße, gegenüber seinem jetzigen Standort, einen maximal 8000 Quadratmeter großen, einstöckigen Drive-in-Abholmarkt für Baustoffe errichten.

Vor zwei Wochen hat der Verwaltungsgerichtshof Kassel mit Blick auf ein Abstandsgebot (Seveso-II-Richtlinie) entschieden, dass in der Otto-Röhm-Straße kein Gartencenter gebaut werden darf, weil es zu nahe an Merck liegen würde. Das selbe Gericht hat jetzt erlaubt, dass der Baumarkt „Bauhaus“ in der Otto-Röhm-Straße, gegenüber seinem jetzigen Standort, einen maximal 8000 Quadratmeter großen, einstöckigen Drive-in-Abholmarkt für Baustoffe errichten darf. Die Idee: Der Kunde fährt mit dem Auto hinein, lädt etwa Zement ein, bezahlt und fährt hinaus.

Was auf den ersten Blick wie Willkür erscheint, beruht auf unterschiedlichen Voraussetzungen der Fälle. Anders als beim Gartencenter, das die Stadt mit einem Bauvorbescheid genehmigt hatte, gibt es beim „Drive-In“ von Anfang an ein ausführliches Bauleitverfahren. „Wir haben mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan Baurecht für ein spezielles Projekt geschaffen“, erläuterte Bernd Neubert, Leiter des Bauaufsichtsamts. Bei diesem Verfahren seien die Träger öffentlicher Belange und die Öffentlichkeit einbezogen worden, und es habe eine Abwägung der Interessen gegeben.

Daran hatte auch der in diesem Fall von Merck angerufene Verwaltungsgerichtshof nichts auszusetzen. Das Gericht befand nach Auskunft von Pressesprecher Harald Pabst, dass das Plangebiet am Rand des zu beachtenden Abstands zum Merck-Betriebsgelände liege. Außerdem schreibe der Bebauungsplan Sicherungsmaßnahmen zum Schutz der Kunden des geplanten Abholcenters vor. Eine Revision ließ das Gericht nicht zu.

„Wir haben die Problematik erkannt und richtig abgewogen“, freute sich Neubert. Beim Management von „Bauhaus“ und Merck wollte man sich nicht vor dem Vorliegen der schriftlichen Urteilsbegründung äußern. (ryp)

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