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Erdal E. bleibt in Untersuchungshaft

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Die Entscheidung über die Fortdauer der Untersuchungshaft von Erdal E. bleibt zunächst ungeklärt. Er ist einer der drei Angeklagten im Prozess um die Schießerei in Rüsselsheim mit drei Toten.

Die Entscheidung über die Fortdauer der Untersuchungshaft von Erdal E. - einer der drei Angeklagten im Prozess um die Schießerei in Rüsselsheim mit drei Toten - bleibt zunächst ungeklärt. Die für gestern angekündigte Stellungnahme der Staatsanwaltschaft zum Haftentlassungs-Antrag von E.s Verteidiger wurde auf den 21. Dezember verschoben, da Staatsanwalt Knut Happel zunächst die Aussagen von Gutachtern zum Spurenbild am Tatort abwarten wollte.

Am Donnerstag setzte der Frankfurter Rechtsmediziner Roman Bux seine am Vortag begonnenen Ausführungen fort. Für Erdal E. fiel dabei das Zwischenfazit nicht ungünstig aus: Dessen Aussage zum Tathergang und zu seiner eigenen Rolle wurden durch die Spuren zumindest nicht widerlegt. E. wies fünf Schussverletzungen aus. Nach eigenen Angaben war er unmittelbar nach Beginn der Feindseligkeiten im Eiscafé De Rocco angeschossenen worden und zu Boden gegangen. Diese Darstellung sei "nicht bewiesen, aber spurentechnisch ist das rund", sagte Bux dazu. Insbesondere eine Kugel, die Erdal E. in den Unterkiefer traf und unter dem Schlüsselbein steckenblieb, habe ihn wahrscheinlich in hockender oder liegender Stellung getroffen.

Rechtsanwalt Walter hatte erklärt, gegen seinen Mandanten bestehe kein dringender Tatverdacht mehr; zudem habe sich in der Haft sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert. (bad)

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