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Der Entschärfer geht

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Gerhard Gossen geht als Leiter des Kampfmittelräumdienstes in den Ruhestand. Er machte 25 Jahre lang Bomben, Granaten und Munition unschädlich.

In den vergangenen 25 Jahren ist Gerhard Gossens seinem Beruf nachgegangen. Hört sich alltäglich an, ist es in seinem Fall aber nicht. Er entschärfte Bomben, grub nach Munition und Granaten. Der Leiter des Hessischen Kampfmittelräumdiensts (Kmrd) beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt, geht in den Ruhestand.

Das Team, das er geleitet hat, besteht aus drei Feuerwerkern und zwei Verwaltungskräften. Feuerwerker war auch Gossens erster Beruf, den er als Zeitsoldat bei der Bundeswehr erlernte. Anschließend noch eine Spezialausbildung für Weltkriegsmunition – und die Voraussetzungen für den Job als Betriebsleiter einer Kampfmittelräumfirma waren gegeben. 1991 kam Gossen dann zum RP Darmstadt.

Und dort hatten er und sein Team viel zu tun. Pro Jahr wird der Kampfmittelräumdienst Angaben des RP zufolge in Hessen etwa 400 Mal zu Funden von Granaten, Munition und Bomben gerufen. 30 bis 40 Bomben müssen jährlich im Schnitt von den Feuerwerkern entschärft, oder, falls nicht möglich, gesprengt werden.

Gossens erinnert sich daran, als vor ein paar Jahren eine Bombe unter der A 3 gefunden wurde, auf einer der Fahrbahnen bei Offenbach. „So eine Bombe kann jeden Moment hochgehen“, sagt Gossens laut einer Mitteilung des RP. Als er sie mit seinen Kollegen in Augenschein genommen hatte, entschied er ohne Umschweife, nicht nur die Autobahn, sondern auch den Luftraum zu sperren, die Haupteinflugschneise zum Frankfurter Flughafen.

„Wir haben ein gutes Team“, sagt er auf die Frage, was er seinem künftigen Nachfolger auf den Weg mitgibt. Alles sei besprochen. pz

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