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Endlich einmal ausgebucht

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Das neue Darmstädter Kongresszentrum punktet als umweltfreundlicher Tagungsort. Nach Anfangsschwierigkeiten entdecken das jetzt auch die Kunden.

Einen „heißen Herbst“ kündigt der Geschäftsführer der Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt GmbH?&?Co?KG, Klaus Krumrey, an. Zum ersten Mal seit der Eröffnung 2007 ist das Darmstadtium für mehrere Monate hintereinander ausgebucht. Bis zum Jahresende ist kein Termin mehr frei, für die Mitarbeiter gilt eine Urlaubssperre.

Die gute Auslastung im letzten Quartal führt die stellvertretende Geschäftsführerin Hildegard Schoger nicht unbedingt auf eine bessere Konjunktur zurück. Nach ihren Informationen haben andere Kongresszentren weiterhin mit Stornierungen zu kämpfen. Gleichwohl geht der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC) davon aus, dass sich die Marktsituation in diesem Jahr allgemein verbessert habe.

Schoger sieht die steigende Resonanz vor allem als Ergebnis des vertriebs- und Marketingkonzepts. Darin setzt das Darmstadtium mit „Green Meetings“ auf Umweltverträglichkeit. „Dieser Aspekt wird immer wichtiger“, sagt Schoger. Für vier von fünf Veranstaltern ist ein umweltgerechter Tagungsort ausschlaggebend für die Auswahl. „Green Meetings sind das Thema der Zukunft“, bestätigt die Leiterin der EVVC-Geschäftsstelle in Bad Homburg, Martina Engert. Immer mehr Veranstalter legten Wert auf Nachhaltigkeit.

Das Darmstadtium will hier mit seiner technischen Ausstattung punkten. Dazu gehören die Regenwasserrückgewinnung und eine Fotovoltaikanlage. Der Nachhaltigkeitsaspekt reicht bis zum Catering mit ökologisch angebauten Produkten aus der Region. Zudem, so Schoger, habe das Kongresszentrum mit der Deutschen Bahn AG einen Vertrag abgeschlossen. Damit erhalten Besucher von Tagungen und Kongressen Tickets zu einem Sondertarif und das Darmstadtium ein Zertifikat für die Möglichkeit der „klimaneutralen Anreise“.

Mit dem Konzept seien der Autohersteller Toyota sowie das hessische Umweltministerium als Kunden gewonnen worden. Im Dezember gibt es den ersten Jahreskongresses „Nachhaltigkeit trifft Industrie“.

Mehr Internationalität

Der Fokus soll in den nächsten Jahren auf internationalen Veranstaltern liegen. Bislang kommen nur zehn Prozent aus dem Ausland. Bis 2012, so lautet das Ziel, soll ihr Anteil verdoppelt werden. Das Darmstadtium soll sich zudem als Zentrum für IT-Kongresse etablieren. „Wenn Darmstadt sich als IT-Hauptstadt versteht, ist das nur konsequent“, sagt der Darmstadtium-Chef.

Für dieses Jahr haben noch die Software-Anbieter Microsoft und CA Deutschland das Darmstadtium gebucht. Software AG und SAP zählen bereits zu den Kunden. ( rf)

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