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Montessori-Schule

Eltern packen selbst mit an

Die Freie Montessori Schule eröffnet ein neues Gebäude. Geplant sind nun Klassen bis zum Abitur. Von Eva Marie Stegmann

Von EVA MARIE STEGMANN

Mist, so eine Schule hätte ich gern gehabt", sagt Susanne Sterner und lacht. Die Mutter dreier Kinder steht mit einem Glas Sekt im Eingangsbereich der Montessori Schule Darmstadt. Das neue Gebäude in der Pützerstraße ist an diesem Tag fast ein wenig zu klein für die vielen Menschen, die gekommen sind, um seine Einweihung zu feiern.

Susanne Sterner hat doppelten Grund, sich zu freuen: "Meine Tochter ist ganz frisch an der Schule angemeldet", sagt sie. Am liebsten hätte sie alle drei Töchter an der Montessori Schule. "Hier ist der pädagogische Ansatz Lernen durch Begreifen - das ist viel besser als an Regelschulen", findet sie. Gerade bei ihrer zweitjüngsten Tochter, die eine Sprachstörung habe, sei individuelle, kindgerechte Betreuung besonders wichtig. "Eine normale Schule kann das so nicht leisten."

Die Freie Montessori Schule startete 2006 den Unterricht für 25 Grundschulkinder einschließlich Förderstufe bis zur sechsten Klasse. Das Besondere am Konzept: Statt Frontalunterricht lernen die Schüler mittels Spielen und dürfen vieles praktisch ausprobieren. "Wir können uns aussuchen, was wir machen und sitzen nicht den ganzen Tag auf der Bank", erzählt Maja (10 ).

Finanziert wird die Schule zurzeit noch über Spenden an die Montessori-Fördergemeinschaft und die Schulbeiträge der Eltern: 310 Euro für die ersten bis dritten, 350 Euro für die vierten bis sechsten Klassen. Doch das reicht bei weitem nicht. Mit einer Bürgschaft in Höhe von 150 000 Euro hilft die Stadt Darmstadt, die Zeit bis 2010 zu überbrücken. Ab dann bezuschusst das Land Hessen, da Neugründungen erst nach drei Jahren für förderwürdig erachtet werden.

Während im Zuge des Schulbausanierungsplans die öffentlichen Schulen mit Geldern von Land und Bund in Höhe von 35 Millionen Euro renoviert und zum Teil neugebaut werden sollen, haben die Eltern der Montessori-Schule bei der Renovierung des neuen Schulhauses selbst angepackt. "Manche Mütter und Väter haben ihre gesamte Freizeit hier verbracht", sagt Frank Winterer, Pressesprecher der Montessori Schule.

Dass die Eltern miteinbezogen werden, ist Teil des Montessori-Konzepts: Deshalb sind in der Schulleitung neben zwei Mitgliedern der Fördergemeinschaft und zwei Lehrern auch zwei Elternvertreter. Dieses Engagement begrüßt auch die Stadt Darmstadt: Schuldezernent Dierk Molter (FDP) bedankte sich in seiner Rede auf der Einweihung bei den Eltern. "Klar freut er sich - die Stadt wird durch die Schule ja auch attraktiver ", sagt Winterer.

Für die nächsten Jahre ist geplant, das Montessori-Konzept auf Sekundarstufe II und Abitur auszuweiten. Vorsitzender des Trägervereins Frank Eberhardt: "Wir haben viel vor uns, doch gemeinsam schaffen wir das."

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