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Elfjährige beging wohl Suizid

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Ob Mobbing der Grund für den Suizid des Mädchens gewesen sein könnte, will die Staatsanwaltschaft nicht beantworten - ein Gewaltverbrechen wird aber ausgeschlossen. (Symbolbild)
Ob Mobbing der Grund für den Suizid des Mädchens gewesen sein könnte, will die Staatsanwaltschaft nicht beantworten - ein Gewaltverbrechen wird aber ausgeschlossen. (Symbolbild) © dpa

Sie wurde kurz vor dem Bahnhof Kranichstein von einem Zug überrollt, nun scheint der rätselhafte Tod des elfjährigen Mädchens aufgeklärt: Zwei Zeugenaussagen deuten darauf hin, dass sich das Kind selbst getötet hat.

Der rätselhafte Tod des elfjährigen Mädchens, das am 7. Juli kurz vor dem Bahnhof Kranichstein von einem Zug überrollt wurde, scheint aufgeklärt: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Darmstadt deuten zwei Zeugenaussagen darauf hin, dass sich das Kind selbst getötet hat. Die Zeugen hätten ausgesagt, dass sich das Mädchen aus Eppertshausen zwischen die Schienen gelegt, dann kurz aufgerichtet und sich wieder hingelegt habe. Dann habe der Zug das Kind erfasst.

Laut Staatsanwältin Barbara Sieger haben die Zeugen den Zugverkehr etwa 300 Meter vor dem Bahnübergang Kranichstein in Höhe des Arheilger Mühlchens und des SGA-Sportplatzes beobachtet. Der Lokführer hatte am Unglückstag ausgesagt, er habe etwas auf den Schienen gesehen und sofort eine Notbremsung eingeleitet, die aber den Tod des Kindes nicht verhindern konnte.

Hänseleien an ihrer Schule

Wie Sieger weiter sagte, ist die Elfjährige an ihrer Schule, der Gesamtschule in Kranichstein, von Mitschülern gehänselt worden; sie habe eine Außenseiterrolle gehabt. Ob Mobbing der Grund für den Suizid des Mädchens gewesen sein könnte, will die Staatsanwältin nicht abschließend beantworten: „Wir wissen es nicht. Es gibt keinen Abschiedsbrief, auch keine entsprechenden Äußerungen oder Hinweise.“ Ein Gewaltverbrechen schließt die Staatsanwaltschaft aber aus. Auch die Obduktion habe dazu keine Hinweise geliefert. Theoretisch sei allenfalls ein Unfall denkbar, sagte Sieger. Dies sei aber sehr unwahrscheinlich.

An der Schule der Fünftklässlerin gebe es seit Jahren ein Präventionskonzept. (ryp)

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