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Einzug noch in diesem Jahr

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In die Lincoln-Siedlung könnte am schnellsten wieder Leben einkehren. Die Gebäude im Süden bleiben nämlich erhalten.
In die Lincoln-Siedlung könnte am schnellsten wieder Leben einkehren. Die Gebäude im Süden bleiben nämlich erhalten. © Claus Völker

Das Darmstädter Stadtparlament soll Ende Mai den überarbeiteten Rahmenplan für die ehemalige US-Fläche beschließen. Dann könnte noch in diesem Jahr wieder Leben in die Lincoln-Siedlung einkehren.

Diesen Einzugstermin nannte Baudezernent Dieter Wenzel (SPD) am Montag bei der Bilanz der zweiten Planungswerkstatt, bei der am Wochenende rund 200 Bürger über die Umwandlung der ehemaligen US-Militärflächen diskutiert hatten. Weil die Gebäude im Süden der Siedlungsfläche erhalten bleiben sollen, könnten sie zuerst verkauft werden. Im Norden sowie in der Cambrai-Fritsch-Kaserne und der Jefferson-Siedlung könnte es indes noch einige Jahre dauern. Dort werden wohl die meisten Häuser abgerissen.

„Die Häuser sind in einem relativ guten Zustand“, beschrieb Wenzel die Bausubstanz im Süden. Deren Erhalt sieht der Entwurf des Rahmenplans vor, den die Planungswerkstatt erörtert hat. Diese Gebäude könnten, so kalkulieren Interessenten, zu den Wohnprojekten gehören und vergleichsweise günstig abgegeben werden.

Bei anderen Arealen dauert es

Doch zunächst muss es einen Bebauungsplan geben. Der soll die Ideen der Stadtplaner, aber auch die Anregungen der Bürger berücksichtigen. Dazu zählen eine Anbindung an die Straßenbahnlinie, Rad- und Fußwege sowie eine soziale Infrastruktur wie Kitas und eine Grundschule.

Der Bebauungsplan wird dann Aufschluss geben, wie die Mitte der Siedlung, wo derzeit ein Quartierspark vorgesehen ist, und der Norden strukturiert sein werden. Der Entwurfsplan sieht dort Geschosswohnungsbau vor. Doch das hatten Teilnehmer der Planungswerkstatt kritisiert.

In den kommenden Wochen soll der Entwurf überarbeitet werden. Wenzels Zeitplan sieht vor, dass die Stadtverordnetenversammlung am 26. Mai den Rahmenentwurf beschließt. Dann wäre der Einzugstermin bis Ende des Jahres zu halten – wenn die Eigentümerin des Geländes, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), das Areal bis dahin verkauft.

Länger wird es bei der Cambrai-Fritsch-Kaserne und der Jefferson-Siedlung dauern. Sie gelten bei Stadtplanern als die Filetstücke der ehemaligen Militärflächen. Das mehr als 30 Hektar große Areal soll komplett neu geordnet werden. Über das Wie soll ein Wettbewerb entscheiden. Die Ergebnisse der Planungswerkstätten dienen als Vorgaben. Damit die Öffentlichkeit beteiligt ist, sicherte Wenzel zu, dass Mitglieder der Planungswerkstatt Einblick in den Ausschreibungstext erhalten und in der Jury vertreten sein werden. Anfang 2012 sollen die ersten Ergebnisse einer dritten Werkstatt vorgestellt werden. Mit einem Zeitraum von etwa drei Jahren rechnet Wenzel, bis der Bebauungsplan für das Cambrai-Fritsch-Jefferson-Areal beschlossen sein könnte.

Die Dezernenten zogen eine positive Bilanz der Planungswerkstatt. Oberbürgermeister Walter Hoffmann (SPD) lobte den „konstruktiven Dialog“, den er als „gutes Zeichen der Identifikation“ wertete. Jochen Partsch (Grüne) sah es positiv, dass viele Anregungen in Pläne eingeflossen seien. ( rf)

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