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Einsatz mit Tieren kritisiert

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Peta wendet sich gegen Versuche an der TU.

Tierschützer der Organisation „Peta“ kritisieren, dass die Technische Universität (TU) Darmstadt im Fachbereich Biologie Tiere für Lehrzwecke nutzt.

Jedes Jahr würden an deutschen Universitäten Tausende Lebewesen für Tierversuche missbraucht und getötet. Peta hat nach eigenen Angaben 126 Fakultäten um Informationen über ihre angewandten Lehrmethoden gebeten. „Obgleich die TU Darmstadt nicht bereit war, Informationen über ihre Lehrmethoden preiszugeben, erhielt Peta aus den Reihen der Studierenden den Hinweis, dass in Sezierkursen im Fachbereich Biologie Tiere verwendet werden“, heißt es in einer Mitteilung der Tierschützer. Auf Nachfrage teilt die TU Darmstadt mit, dass jedes Jahr für Lehrveranstaltungen 55 Mäuse und 15 Frösche getötet werden, so TU-Sprecher Jörg Feuck. Die Tiere würden auch für den Präparierkurs der Erstsemester benötigt und für das Tierphysiologie-Modul.

RP muss Versuche genehmigen

Die TU beantrage die Einsätze jedes Jahr aufs Neue beim Regierungspräsidium Darmstadt. Sie seien vom Amt als „plausibel und alternativlos“ beschieden worden. „Wir müssen da auch die Notwendigkeit belegen“, erläutert Feuck. Es würden zudem Modelle und Computersimulationen eingesetzt, um die Zahl der Tierversuche zu reduzieren.

„Obwohl in der biomedizinischen Forschung zunehmend mit In-vitro-Methoden gearbeitet wird, kann auf Tierversuche nicht generell verzichtet werden“, heißt es beim RP Darmstadt. Der TU-Sprecher wies die Vorwürfe zurück, wonach die Universität Studierende diskriminiere, wenn sie sich weigern, an Sezierkursen teilzunehmen: „Das ist Unfug“. (hin)

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