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Einsatz gegen Raupen

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Der Eichenprozessionsspinner und Raupen anderer Falterarten beunruhigen die Bürger. Die Stadt versucht, die Plage mit einer Spritzaktion einzudämmen.

Viele Anrufe besorgter Bürger bekommt derzeit Anette Jung vom Umweltamt in Weiterstadt. Zum einen geht es um die Raupe Eichenprozessionsspinner, deren feine Härchen gesundheitliche Probleme verursachen können. Doch auch andere Raupen beunruhigen die Weiterstädter. An Gehölzen innerorts und im Wald melden Spaziergänger den Befall von Insekten, die Pflanzen mit weißem Gespinst umwickeln und die Blätter abfressen.

Hierbei handele es sich um die Raupen von Falterarten, die zwar für Pflanzen und Gehölze ungünstig sind, für Mensch und Tier allerdings unschädlich sind, teilt Jung mit. Anders sieht es beim Eichenprozessionsspinner aus. Nur zwei Zentimeter lang sind die gestreiften Raupen, allerdings können sie Juckreiz und Atembeschwerden verursachen.

Die Stadtverwaltung hat zur Bekämpfung der Raupen in den vergangenen Wochen Bäume mit einem Bakterium spritzen lassen. "Leider reduziert es das Auftreten nur, eine komplette Beseitigung der Tiere lässt sich damit nicht erzielen", sagt Jung. Deshalb sind jetzt wie in den vergangenen Jahren wieder Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs mit speziellem Sauger, Hebebühne und Schutzkleidung unterwegs, um die Eichen von den Raupen zu befreien. "Dieser große Aufwand lässt sich nicht an allen Stellen durchführen", sagt Jung. "Wir beseitigen die Tiere an stark frequentierten Bereichen und dort, wo Kinder unterwegs sind. Spielplätze, Kindergärten, Sportplätze, die Liegewiese des Hallenbads und das Tännchen haben also Vorrang.

Der Steinrodsee wurde mit Hinweisschildern ausgestattet, dass ein Betreten des Rundwegs auf eigene Gefahr geschieht. Im Wald sollten Spaziergänger auf den Wegen bleiben, um nicht in herabgefallene Nester zu treten. Nur auf Eichen machen sich die Raupen breit und bauen ein kugel- oder sackförmiges Gespinst, in dem sie sich auf das Schlüpfen zum Falter vorbereiten. Zur Abwehr gegen Feinde tragen die Raupen einen Pelz aus feinen Haaren, der die Gesundheitsprobleme verursachen kann. ( eis)

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