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Einsatz für friedliches Zusammenleben

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Stiftung der HSE zeichnet ehrenamtliches Engagement aus / Neuer Name erinnert an Ärztin

Die HSE Stiftung verleiht am Mittwoch, 25. März, zum vierten Mal die Preise des „Darmstädter Impuls“.

Den nationalen „Erasmus Kittler Preis“ erhält Mevlüde Genç. Die deutsche Staatsbürgerin türkischer Herkunft hat 1993 bei dem ausländerfeindlichen Brandanschlag von Solingen zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte verloren. „Sie wird für ihren herausragenden Einsatz für die Versöhnung und Toleranz mit dem Ziel des friedlichen Zusammenlebens geehrt“, heißt es in der Mitteilung. Genç setzt sich für ein friedvolles Miteinander der Nationen und Religionen ein.

„Mevlüde Genç gibt ein Beispiel dafür, dass erlittenes Unrecht und Leid nicht Hass und den Wunsch nach Vergeltung erzeugen müssen, sondern Nährboden für Vergebung, Menschenliebe und ein friedliches Zusammenleben sein können“, sagt Karl Starzacher, Vorsitzender des Kuratoriums der HSE Stiftung. Der Preis ist mit 20 000 Euro dotiert.

Zwei lokale Preisträger

Zwei Preisträger erhalten in diesem Jahr den mit je 10 000 Euro dotierten „Ludwig Bergsträsser Preis“ für ihr Engagement in der Region Rhein-Main-Neckar. Der eine ist der Förderverein des Kuratoriums Weltkulturdenkmal Kloster Lorsch. Der andere Preisträger ist die ehemalige Bürgerinitiative Welterbe Grube Messel. Diese Initiative hat verhindert, dass aus der Grube Messel eine Mülldeponie wurde.

Die lokale Auszeichnung des Darmstädter Impuls wird erstmals unter dem Namen „Charlotte Heidenreich von Siebold Preis“ vergeben. Er ersetzt den bisherigen „Luise Büchner Preis“. Der neue Name erinnert an Charlotte Heidenreich von Siebold, die als erste deutsche Frauenärztin gilt. In Darmstadt hat sie lange im 19. Jahrhundert als Ärztin gewirkt.

Der „Charlotte Heidenreich von Siebold Preis“ geht 2015 an zwei Preisträger (je 10 000 Euro). Ein Preisträger ist der Förderverein für das Projekt „Anna“ (Alles nur nicht aufgeben), mit dem die Darmstädter Kinderklinik Prinzessin Margaret eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche in Krisensituationen bietet. Der andere Preisträger ist das V.I.P.eers-Projekt in Kranichstein. Dort engagieren sich junge Erwachsene in Jugendgruppen. (ers)

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