1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Eingangsstufe schrumpft

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Im neuen Schuljahr gibt es an der Bessunger Schule nur noch eine Eingangsstufenklasse.
Im neuen Schuljahr gibt es an der Bessunger Schule nur noch eine Eingangsstufenklasse. © Guido Schiek

In der Bessunger Schule wird es nicht mehr zwei, sondern nur noch eine Eingangsstufen-Klasse geben. Viele Kinder erhalten daher eine Absage für das Angebot.

Zahlreiche Eltern in Bessungen sind enttäuscht darüber, dass ihre fünfjährigen Kinder im kommenden Schuljahr 2016/17 nicht die zweijährige Eingangsstufe an der Bessunger Schule besuchen dürfen. Sie erhielten einen Ablehnungsbescheid des Staatlichen Schulamts. Hintergrund der Ablehnung ist nach Angaben des Schulamts, dass es im neuen Schuljahr in der Bessunger Schule nicht mehr zwei, sondern nur noch eine Eingangsstufen-Klasse geben wird.

Betroffen von der Ablehnung sind Familien, die nicht unmittelbar im Einzugsgebiet der Bessunger Schule wohnen. Diese Kinder können die Schule nur mithilfe eines Gestattungsantrags, über den jeweils das Schulamt entscheidet, besuchen. Für einige von ihnen ist nach der Wohnbezirks-Einteilung eigentlich die Mornewegschule zuständig. Doch dort gibt es keine zweijährige Eingangsstufe für Grundschüler. Dieses Angebot findet sich bei staatlichen Schulen in Darmstadt nur an der Bessunger Schule und an der Goetheschule im Johannesviertel.

Steffi Gläser, eine der betroffenen Mütter, sagte dem ECHO, der negative Bescheid Anfang Juni sei sehr überraschend gekommen. Es „hat nichts darauf hingedeutet, dass es eine Ablehnung geben könnte“. Es sei das erste Mal, dass es an der Bessunger Schule nur noch eine Eingangsstufen-Klasse gebe, nachdem in der Vergangenheit immer zwei Klassen eingerichtet worden seien. Irritiert zeigte sich Gläser zudem darüber, dass jetzt abgelehnte Kinder noch am 25. April nach einer entsprechenden Einladung zum Kennenlern-Tag an der Bessunger Schule gewesen seien.

Eltern und Kinder hätten sich bereits auf den Wechsel vom Kindergarten an die Grundschule eingestellt. Kritik übte die Mutter auch an der „späten Absage“, nachdem der Anmeldeschluss für den Besuch der Eingangsstufe bereits im April 2015 gewesen sei. Eine andere Mutter, deren Kind auch beim Kennenlern-Tag war, äußerte sich ebenfalls irritiert über „die Kurzfristigkeit“ der Absage. Zudem kritisierte sie, dass im Ablehnungsbescheid als Grund Kapazitätsgründe genannt worden seien.

Der Leiter des Schulamts, Ralph von Kymmel, sagte, der Grund dafür, dass es nur noch eine Eingangsstufen-Klasse gebe, sei einfach: „Es gab weniger Anmeldungen als in den Vorjahren im Bezirk der Bessunger Schule.“ Nach Kymmels Worten waren es zu wenige, um eine zweite Klasse einzurichten. Dabei wird in der Regel mit 25 Schülern pro Klasse geplant.

Auch in den Vorjahren habe die Zahl der Anmeldungen aus dem Bezirk meist nur geringfügig über dem Klassenteiler von 25 gelegen. Diesmal sei die Zahl geringfügig darunter geblieben. In der Vergangenheit habe es somit jeweils eine zweite Klasse gegeben, die dann auch Kindern mit Gestattungsanträgen offen gestanden habe. Nach dem hessischen Schulgesetz sei es nicht erlaubt, allein für Kinder mit Gestattungsanträgen eine zweite Klasse einzurichten. Zur Kritik am Termin der Ablehnungsbescheide erklärte von Kymmel, erst nach Prüfung aller Anträge könne entschieden und informiert werden. (joni)

Auch interessant

Kommentare