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Eine Million Euro für den Stadtsäckel

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Grundstück wird verkauft.

Mit den Stimmen von CDU und Grünen hat das Parlament beschlossen, das städtische Grundstück in der Odenwaldstraße 21 für rund eine Million Euro zu verkaufen. Die Stadtverordnetenversammlung stimmte dem Verkauf an einen Mann aus Wiesbaden und der Übertragung der Anlagen im Zuge der Ablösung des Erbbaurechts mit den Stimmen von CDU und Grünen zu. SPD und Linke votierten dagegen, zudem gab es vier Enthaltungen von der Kommunalen Bürgerinteressengemeinschaft (Kombi).

Rathauschef verteidigt das Vorgehen

Bürgermeister Stefan Sauer (CDU) verteidigte die Beschlussvorlage. Die Einnahme von einer Million Euro für Grund und Boden sei in Ordnung. „Wir können uns haushaltstechnisch etwas Gutes tun. Und es ist gut zu wissen, dass nichts Ungewolltes auf dem Grundstück geschieht“, sagte er. Das Geschäft sei auch im Interesse der Mieter in den Gebäuden auf dem Areal.

Auf die Kritik der SPD, der Kaufpreis sei zu niedrig, erwiderte der Bürgermeister, die Stadt habe zunächst einen Bodenrichtwert von 190 Euro angesetzt. Die Stadt habe den Preis dann aber nach unten – auf 105 Euro pro Quadratmeter – korrigiert, weil das Areal nicht mehr unbebaut sei. SPD-Fraktionsvorsitzender Jürgen Martin blieb bei der bereits im Ausschuss geäußerten Auffassung, dass ein Wertgutachten in diesem Fall hilfreich und nötig gewesen wäre. Ab einem siebenstelligen Grundstückswert sollte die Stadt sich auf ähnlich professionelle Art wie etwa Banken eine Datenbasis verschaffen.

Der Bürgermeister konterte, dass die Stadt das „Thema sehr professionell angegangen“ sei. Denn die Verwaltung habe den Überblick über alle Grundstücksgeschäfte, kenne die üblichen Preise und habe – weil es viel Bewegung am Markt gebe – die Grundlage für eine marktkonforme Bewertung. (amt)

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