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Nur eine Fahrspur nach Arheilgen

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Die Kanalbauarbeiten in der Frankfurter Straße dauern 15 Monate und verursachen Kosten von 4 Millionen Euro. Natürlich haben die Arbeiten auch Auswirkungen auf den Verkehr.

Der Neubau des Kanals in der Frankfurter Straße hat begonnen, und zwar zwischen Darmstädter Nordbahnhof und Maulbeerallee. Bevor die Bauarbeiten jedoch richtig starten können, wird zunächst sondiert, ob es auf dem Baugelände Kampfmittel zu bergen gilt, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Darmstadt.

Im Zuge der Kanalneubaumaßnahme soll die Straßenentwässerung neu geordnet werden. Sie soll künftig über das Zentralklärwerk laufen. Bisher werde die Frankfurter Straße über die Werkskläranlage der Firma Merck entwässert. „Grund für den Handlungsbedarf ist eine hydraulische Überlastung der durch Arheilgen führenden Abwasserkanäle“, teilt die Stadt mit. Laut Generalentwässerungsplan soll deshalb das südöstliche Teilgebiet künftig über den Nordsammler der Innenstadt entlastet werden.

In einem ersten Schritt wird deshalb ein neuer Hauptsammler zwischen Nordbahnhof und Maulbeerallee gebaut. Da auf dieser Strecke auch eine Straßenbahntrassenkreuzung ist, wird der Kanal auf einer Länge von 550 Meter gelegt. Im südlichen Teil und im Bereich der Maulbeerallee werden die Rohre auf 330 Meter im Vortriebsverfahren eingebracht. Die Gesamtstrecke beträgt somit rund 900 Meter.

Enge Abstimmung mit Merck

Die Kanalbaumaßnahme erfolgt laut Stadt in enger Abstimmung mit Merck, da das Unternehmen bereits mit einigen Umbaumaßnahmen östlich und westlich der Frankfurter Straße begonnen hat. Die voraussichtliche Bauzeit für die Kanalsanierung beträgt 15 Monate. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 4,1 Millionen Euro. Im Bereich der offenen Rohrarbeiten kann über zwölf Monate nur eine Fahrspur nach Norden Richtung Arheilgen aufrecht erhalten werden, so die Stadt. Der von Norden kommende Verkehr wird über die Virchowstraße und die Westumgehungsstraße (B3) umgeleitet.

Zusätzlich wird eine Umfahrung über Maulbeerallee, Schreberweg und eine Baustraße über das Merck-Gelände zur Frankfurter Straße geschaffen. Für Fußgänger, Radfahrer und den Straßenbahnverkehr erwartet die Stadt keine „nennenswerten Einschränkungen“. (ers)

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