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Ein Jahrhundert Darmstadt im Rückblick

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Von: Jens Joachim

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Adolf Hitler fährt am 19. Mai 1935 kurz vor der Ausfahrt Darmstadt über den neu eröffneten Autobahnabschnitt Frankfurt-Darmstadt.
Adolf Hitler fährt am 19. Mai 1935 kurz vor der Ausfahrt Darmstadt über den neu eröffneten Autobahnabschnitt Frankfurt-Darmstadt. © Stadtarchiv Darmstadt

Der letzte Teil der Reihe zur Darmstädter Stadtgeschichte beschäftigt sich mit der politischen, gesellschaftlichen und baulichen Entwicklung von der Residenzstadt zur Wissenschaftsstadt.

Zehn Jahre ist es inzwischen her, dass bei einem Treffen in Darmstadt entschieden wurde, die Geschichte der Stadt im 20. Jahrhundert in einer Publikation zusammenzufassen. Ursprünglich, so Stadtarchivar Peter Engels, sollte das im Auftrag der Stadt herausgegebene Buch rund 400 Seiten mit vier Kapiteln umfassen. Doch das Vorhaben wurde in den vergangenen Jahren immer mehr ausgeweitet, so dass nun eine Reihe mit drei Bänden und zusammen knapp 1450 Seiten vorliegt.

Der erste Band der Reihe mit dem ambitionierten Titel „Ein Jahrhundert Darmstadt: Von der Residenzstadt zur Wissenschaftsstadt 1914 bis 2019“ wurde bereits Anfang 2020 veröffentlicht. Er widmet sich den Themen Kunst, Kultur und Kirche. Der Folgeband sollte eigentlich im Herbst 2020 erscheinen, was sich allerdings nicht realisieren ließ.

Schon im Jahr 1953 war der Luisenplatz in Darmstadt ein sehr belebter Verkehrsknotenpunkt.
Schon im Jahr 1953 war der Luisenplatz in Darmstadt ein sehr belebter Verkehrsknotenpunkt. © Stadtarchiv Darmstadt

Ein Jahrhundert Darmstadt: Stadtgeschichte des 20. Jahrhunderts

Am Dienstagabend nun wurde im Haus der Geschichte der zwei Teilbände umfassende zweite und abschließende Teil der Reihe vorgestellt. Als Herausgeber fungieren Stadtarchivar Peter Engels und Dieter Schott, der von 2000 bis 2004 Professor für Neuere Geschichte mit Schwerpunkt Stadt- und Umweltgeschichte an der Technischen Universität Darmstadt war.

Die beiden Bände des zweiten Teils beschäftigen sich zum einen mit der Zeit vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs bis zum Ende der Weimarer Republik, mit der NS-Diktatur und dem Zweiten Weltkrieg sowie den Wiederaufbaujahren. Zum anderen wird der Weg zur „Wissenschaftsstadt“ von 1975 bis 2019, die Geschichte der Darmstädter Stadtteile sowie der Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen nachgezeichnet.

Innenminister Gerhard Bökel (l.) und Oberbürgermeister Peter Benz enthüllen am 6. März 1998 an der Rheinstraße das erste Straßenschild mit der Aufschrift „Wissenschaftsstadt Darmstadt“.
Innenminister Gerhard Bökel (l.) und Oberbürgermeister Peter Benz enthüllen am 6. März 1998 an der Rheinstraße das erste Straßenschild mit der Aufschrift „Wissenschaftsstadt Darmstadt“. © Roman Grösser

Publikation über die Zeit von der Residenzstadt zur Wissenschaftsstadt Darmstadt

13 Autorinnen und Autoren haben Beiträge für die beiden nun veröffentlichten Bände verfasst. Fünf Beiträge zur Stadtentwicklung zwischen 1914 und 2019 haben Stadtrat Michael Kolmer und Oberbürgermeister Jochen Partsch (beide Grüne) beigesteuert. Partsch hat zudem ein Grußwort verfasst. Darin schreibt er, dass „die Vielgestaltigkeit des baulichen und sozialen Lebens in den Stadtteilen und Stadtvierteln erstmals eine angemessene Würdigung erhält“.

Insbesondere, so Partsch, zeigten die beide Bände aber auf, dass die Darmstädterinnen und Darmstädter in der Vergangenheit immer wieder „kreativ und zukunftsoffen“ mit Umbrüchen umgegangen seien.

www.liebig-verlag.de

Ein Jahrhundert Darmstadt. Von der Residenzstadt zur Wissenschaftsstadt 1914-2019, Die Teilbände 2.1 und 2.2 umfassen 944 Seiten, kosten 39,80 Euro und sich im Darmstädter Justus von Liebig Verlag erschienen.
Ein Jahrhundert Darmstadt. Von der Residenzstadt zur Wissenschaftsstadt 1914-2019, Die Teilbände 2.1 und 2.2 umfassen 944 Seiten, kosten 39,80 Euro und sich im Darmstädter Justus von Liebig Verlag erschienen. © Justus von Liebig Verlag

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