Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Beamtinnen sichern Spuren am Tatort auf der Parkstraße in Kranichstein.
+
Beamtinnen sichern Spuren am Tatort auf der Parkstraße in Kranichstein.

Schießerei

Schießerei in Darmstadt-Kranichstein: Mann in U-Haft gestorben

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
    schließen

Mehr als fünfeinhalb Monate nach einer Schießerei und blutigen Schlägerei in der Nähe des Bahnhofs von Darmstadt-Kranichstein hat sich ein Tatverdächtiger in einem Gefängnis in Frankfurt offenbar erdrosselt. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Suizid aus.

Update vom Dienstag, 27. Oktober, 18:40 Uhr: Ein 32 Jahre alter Untersuchungshäftling ist in einem Gefängnis in Frankfurt tot in seiner Zelle entdeckt worden. Es handelt sich mutmaßlich um Suizid, teilte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen, die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, am Dienstag auf Anfrage mit.

Der strangulierte Leichnam sei am Freitag in der Justizvollzugsanstalt Frankfurt I gefunden worden, sagte die Oberstaatsanwältin. Die Behörde habe – wie in solche Fällen üblich ein Verfahren zur Ermittlung der Todesursache eingeleitet.

Schüsse in Kranichstein: Ermittlungen kurz vor dem Abschluss

Der 32-Jährige saß nach Angaben von Oberstaatsanwalt Robert Hartmann, dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt, im Zusammenhang mit einer Schießerei vor mehr als fünf Monaten in Darmstadt-Kranichstein wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen gegen drei weitere Männer und eine Frau stünden kurz vor dem Abschluss.

Anfang Mai war ein seit langem schwelender Sorgerechtsstreit zwischen zwei untereinander verwandten Familien auf offener Straße eskaliert. Drei Männer waren durch Schüsse und Schläge mit mindestens einer Eisenstange verletzt worden. Während die Ermittler am Tatort in einem Gebüsch die Brechstange, die als Schlagwerkzeug infrage kommt, fanden, fehlt von der Schusswaffe seither jede Spur.

Schießerei in Darmstadt-Kranichstein: Vater, Söhne und Tochter in Haft

Update vom Freitag, 31. Juli 2020: Zwölf Wochen nach einer Schießerei im Darmstädter Stadtteil Kranichstein sitzen fünf Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Nachdem bereits unmittelbar nach der Tat am 7. Mai ein 56-Jähriger sowie seine drei Söhne im Alter von 24, 27 und 32 Jahren von der Polizei festgenommen worden waren, hatte die Staatsanwaltschaft Darmstadt zunächst für die drei ältesten Männer aus Griesheim und Darmstadt-Kranichstein die Untersuchungshaft beantragt.

Einige Wochen später wurde dann auch der jüngste Tatverdächtige inhaftiert. Zuletzt sei nun die 37-jährige Tochter des 56-Jährigen in Untersuchungshaft genommen worden, bestätigte jetzt Ansgar Martinsohn, der stellvertretende Sprecher der Darmstädter Staatsanwaltschaft, auf Anfrage. Den Familienmitgliedern werde ein gemeinschaftlich begangenes versuchtes Tötungsdelikt vorgeworfen, so Martinsohn.

An jenem Donnerstagabend war auf der Parkstraße in der Nähe des Kranichsteiner Bahnhofs ein seit längerem schwelender Sorgerechtsstreit zwischen zwei Familien, die miteinander verwandt sind, eskaliert. Die vier Männer und die Frau werden verdächtigt, während des Streits ihre Opfer mit einer Schusswaffe und einer Eisenstange angegriffen zu haben. Das 56-jährige Familienoberhaupt soll der Schütze gewesen sein. Zwei Männer erlitten Schussverletzungen, zwei weitere wurden durch Schläge verletzt. Die Tatwaffe wurde nach Angaben des Staatsanwalts bislang nicht gefunden. Die Ermittlungen dauern an.

Drei Verdächtige nach Schießerei in Darmstadt-Kranichstein in Haft

Erstmeldung vom Freitag, 8. Mai, 18:51 Uhr: Mit roter Farbe aufgesprühte Pfeile und Zahlen, abgesägte Büsche sowie Verpackungen von Kompressen: Auf der Parkstraße in Darmstadt-Kranichstein sind am Freitagmittag nur noch wenige Spuren der Bluttat zu entdecken, bei der am späten Donnerstagnachmittag vier Männer verletzt worden waren. Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei in Darmstadt am Freitag mitteilten, könnte ein seit Jahren schwelender Sorgerechtstreit zwischen zwei Familien der Hintergrund für die Gewalttat gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft beantragte am Freitag beim Amtsgericht Darmstadt Untersuchungshaft für drei Tatverdächtige. Die 27, 32 und 56 Jahre alten Männer wohnen in Griesheim und Kranichstein. Ihnen werde gemeinschaftlich begangene versuchte Tötung vorgeworfen. Es handele sich um einen Vater mit bosnisch-herzegowinischer Staatsangehörigkeit und seine zwei Söhne mit deutschem Pass.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler sollen die drei Beschuldigten vier Kontrahenten im Alter von 29, 31, 35 und 58 Jahren im Zuge des außer Kontrolle geratenen Streits verletzt haben. Zwei der Opfer erlitten Schuss-, die beiden anderen Schlagverletzungen. Alle Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden und schwebten nicht in Lebensgefahr. „Alle Beteiligten gehören zwei Familien an, unter denen zudem Verwandtschaftsverhältnisse bestehen“, teilten die Ermittler mit.

Wohnungen in Kranichstein, Wixhausen und Griesheim durchsucht

Bei dem Polizeieinsatz nach der Eskalation auf der Parkstraße in Kranichstein waren zunächst neun Personen festgenommen worden. Bei den Überprüfungen habe man bei fünf von ihnen „keine ausreichenden Tatverdachtsmomente“ begründen können, so dass diese Männer und Frauen wieder auf freien Fuß gesetzt wurden.

Bei fünf Wohnungsdurchsuchungen in Kranichstein, Wixhausen und Griesheim stellte die Polizei außerdem umfangreiches mutmaßliches Diebesgut sicher – darunter Navigationsgeräte und Kleidung, an der sich noch die Diebstahlsicherungen befanden. Zudem sicherten die Beamten zwei Schreckschusswaffen und zwei leere Waffenkoffer. Am Tatort fanden die Ermittler in einem Gebüsch eine Brechstange, die als Schlagwerkzeug infrage komme. Die Schusswaffe wurde nicht gefunden.

Die Polizei rief Zeugen auf, Bilder und Videos über den Link www.polizei-hinweise.de/kranichstein zu übermitteln. (mit dpa)

News-Ticker zu den Schüssen in Darmstadt-Kranichstein

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare