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Drei Städte, ein Betriebshof

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Zusammenarbeit soll über eine Million Euro sparen

Die Städte Kelsterbach, Rüsselsheim und Raunheim wollen ihre Kooperation vertiefen. Geplant ist, ab 2016 durch eine Zusammenführung der Bau- und Betriebshöfe zu einer Anstalt öffentlichen Rechts, gleiche Leistungen bei geringeren Kosten anbieten zu können. Die Pläne wurden jetzt in Kelsterbach vorgestellt. Die Aufgaben bleiben mit dem geplanten Modell weiterhin in öffentlicher Hand, denn die Anstalt soll eine 100-prozentige Tochter der Kommunen sein. Damit verbunden sei auch eine Arbeits- und Jobgarantie für alle Mitarbeiter. Auch die aktuellen Eingruppierungen sollen erhalten bleiben.

Vor der Pressekonferenz wurden die Mitarbeiter informiert. „Wir haben gestern und heute Morgen bereits zeitgleich mit den Mitarbeitern aller drei Bau- und Betriebshöfe gesprochen, noch ohne den Projektvorschlag den Abgeordneten der Stadtparlamente vorzulegen. Die Sorgen und Fragen der Mitarbeiter haben Priorität. Dass wir nun in einem weiteren Schritt die Öffentlichkeit informieren, liegt daran, dass wir der Gerüchteküche zuvorkommen wollen“, so Raunheims Bürgermeister Thomas Jühe (SPD).

Insgesamt 275 Mitarbeiter

Die Gespräche mit den insgesamt 275 Mitarbeitern der Bau- und Betriebshöfe von Kelsterbach, Raunheim und Rüsselsheim seien sehr konstruktiv verlaufen, so Jühe weiter. „Uns ist es wichtig, die Mitarbeiter für das Projekt zu begeistern“, fügte Manfred Ockel (SPD), Bürgermeister von Kelsterbach, hinzu.

Aktuell arbeiten im Betriebshof Rüsselsheim 192, in Raunheim 34 und in Kelsterbach 49 Menschen. Sollten die Parlamente der drei Kommunen mit dem Projektvorschlag einverstanden sein, werden, so die Planung, Anfang 2016 alle drei Bau- und Betriebshöfe zu einem zusammengefasst. Zwar steht der genaue Standort des neuen Betriebshofs noch nicht fest, denkbar sei aber ein Gelände in Raunheim, zum Beispiel auf dem Mönchhofgelände. „Das können wir jedoch erst genau ausloten, wenn das Projekt von den Kommunen angenommen wurde“, stellte Rüsselsheims Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) fest.

Mit der Kooperation wollen die Kommunen Geld sparen. Ein im Auftrag der drei Städte erarbeiteter Prüfbericht kommt zu dem Ergebnis, dass eine Zusammenarbeit im Bereich der Bau- und Betriebshöfe vorteilhaft sei. Mittelfristig könnten jährlich mindestens 1,1 Millionen Euro gespart werden. Die Wirtschaftlichkeit würde Arbeitsplätze langfristig erhalten und Dienstleistungen für Bürger müssten nicht eingeschränkt werden. (eda)

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