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Die Bildwelten der Nadira Husain auf der Mathildenhöhe Darmstadt

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Von: Jens Joachim

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Nadira Husain verbindet Figuren, Symbole und Ornamente verschiedener Kulturkreise zu komplexen Arbeiten.
Nadira Husain verbindet Figuren, Symbole und Ornamente verschiedener Kulturkreise zu komplexen Arbeiten. © Rolf Oeser

Das Museum Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe in Darmstadt zeigt noch bis zum 4. Dezember die Sonderausstellung „Manzil Monde“.

Manzil Monde“ lautet der geheimnisvolle Titel der aktuellen Sonderausstellung mit Werken von Nadira Husain, die noch bis zum 4. Dezember im Museum Künstlerkolonie zu sehen sind.

Am kommenden Donnerstag, 17. November, wird Barbara Muhr, die am Institut Mathildenhöhe als wissenschaftliche Volontärin tätig ist, von 16 Uhr an durch die Sonderausstellung führen und den Fragen nachgehen, was der Titel „Manzil Monde“ bedeutet, wer Nadira Husain ist und wie die in Berlin, Paris und Hyderabad lebende und arbeitende Künstlerin aktuelle soziale und politische Themen aufgreift und in ihren Kunstwerken vielfältig darstellt.

Nadira Husain im Museum Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe Darmstadt

Gezeigt werden in der Sonderausstellung Gemälde, Zeichnungen sowie Drucke auf Textilien und Keramiken. In ihren Arbeiten greift die 1980 in Paris als Tochter einer Französin und eines Inders geborene Husain Figuren, Symbole und Ornamente sowohl aus der europäischen wie auch der südasiatischen Kulturwelt auf. Zu sehen sind auf ihren Arbeiten Blüten und Hände, Elefanten, Mäuse, Pferde oder Augen, die sich mitunter überlagern, so dass facettenreiche und komplexe Bildwelten entstehen, die ihre eigenen multikulturellen Erfahrungen widerspiegeln.

Nadira Husain wurde 1980 in Paris geboren. An der Universität der Künste in Berlin lehrt sie als Gastprofessorin derzeit gemeinsam mit der aus Kiew stammenden Künstlerin Marina Naprushkina an der Fakultät Bildende Kunst.
Nadira Husain wurde 1980 in Paris geboren. An der Universität der Künste in Berlin lehrt sie als Gastprofessorin derzeit gemeinsam mit der aus Kiew stammenden Künstlerin Marina Naprushkina an der Fakultät Bildende Kunst. © Marjorie Brunet Plaza

An der Universität der Künste in Berlin lehrt Husain als Gastprofessorin derzeit gemeinsam mit der aus Kiew stammenden Künstlerin Marina Naprushkina an der Fakultät Bildende Kunst. Husain beteiligt sich auch an antirassistischen Bewegungen und kollektiven Prozessen.

Mathildenhöhe Darmstadt: Führungen im Museum Künstlerkolonie

Sandra Bornemann-Quecke, die stellvertretende Direktorin des Instituts Mathildenhöhe, die die Ausstellung kuratiert hat, leitet am Donnerstag, 1. Dezember, von 16 Uhr an einen Rundgang durch die Schau in den Bildhauerateliers. Zu beiden Führungen ist eine Anmeldung unter der Telefonnummer 06151/132 808 erforderlich. Weitere Führungen durch die Sonderausstellung beginnen sonntags um 15 Uhr.

Am Sonntag, 4. Dezember, endet die Schau mit einer Finissage, an der zwischen 14 und 17 Uhr auch die Künstlerin und die Kuratorin teilnehmen werden.

Zur Sonderausstellung haben Bornemann-Quecke und Philipp Gutbrod, der Direktor des Instituts Mathildenhöhe, zudem ein 160 Seiten umfassendes Buch mit 100 Illustrationen herausgegeben, das bei DCV in Berlin erschienen ist und 30 Euro kostet.

Das Museum

Das Museum Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. jjjo

www.mathildenhoehe.eu

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