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Dichtes Gedränge herrschte am ersten Tag der Ausbildungsmesse Hobit im Darmstadtium.

Darmstadt Ausbildungsmesse

Wegweiser im Berufe-Dschungel

Auf der 18. Ausbildungsmesse Hobit in Darmstadt haben Schüler aus Südhessen die Möglichkeit, sich im Kongresszentrum Darmstadtium bei Vorträgen und an Messeständen über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

Zum 18. Mal haben Schüler aus ganz Südhessen bis Donnerstag die Möglichkeit, sich bei den Darmstädter Hochschul- und Berufsinformationstagen (Hobit) im Kongresszentrum Darmstadtium bei Vorträgen und an Messeständen über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.
Bereits um kurz vor acht Uhr bildet sich am Dienstagmorgen die erste Warteschlange vor dem Eingang. „Die Schüler wollten sichergehen, dass sie einen Platz in den ersten Vorträgen bekommen“, erklärt der Leiter des Organisationsteams, Bernhard Meyer.

Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre weiß er, dass der Andrang bei gefragten Studiengängen und Themen derart groß ist, dass die Vorträge auf eine Teilnehmerzahl begrenzt werden müssen. Insgesamt werden an den drei Tagen knapp 20 000 Schüler erwartet, die sich in 250 Fachvorträgen und an 125 Ständen informieren können.

In diesem Jahr habe man für eine bessere Orientierung die Infostände nach Fachrichtungen gebündelt, sagt Meyer. Experten stehen bereit, um Fragen rund um duales und normales Studium, Ausbildung und Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu beantworten. Am „Campus Medien“ der Hochschule

Darmstadt können die Schüler Computerspiele von Studenten testen oder bei Workshops Einblicke in die Studiengänge bekommen.

Ausland ist gefragt

Trotz besserer Aufteilung und des Angebots, gleiche Veranstaltungen an mehreren Tagen anzubieten, bilden sich auch vor den Sälen meterlange Schlangen. Etliche Schüler werden abgewiesen. Für viele ärgerlich, aber nicht dramatisch, da die meisten von ihren Schulen für drei Tage freigestellt sind.

Und was interessiert die Jugendlichen besonders? „Die Trends wechseln. Letztes Jahr war Psychologie der Renner, in diesem sagen die meisten ,was mit Medien‘, oder sie wollen als Au-pair ins Ausland“, berichtet Meyer.

Dass die Nachfrage beim Thema Ausland groß ist, bestätigt auch Caroline Seitz, Pädagogische Beraterin bei „Volunta“ vom Deutschen Roten Kreuz. „Volunta“ bietet neben dem FSJ in Deutschland auch Au-pair-Aufenthalte oder den internationalen Jugendfreiwilligendienst im Ausland an. Bei Gesprächen mit den Jugendlichen habe sie festgestellt, dass viele nach der Schule erst mal eine Lernpause beabsichtigen und „etwas von der Welt“ sehen wollen.

Eine von ihnen ist Selina D’Elia von der Lichtenbergschule in Ober-Ramstadt. Die 18-Jährige möchte Lehrerin werden, aber noch nicht direkt nach dem Abitur mit dem Studium beginnen. „Ich wollte erst Work and Travel machen, habe aber dann nach einer sinnvolleren Alternative gesucht“, sagt sie.

Gefunden hat sie die bei „Volunta“: „Bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kann ich schon für den späteren Lehrerjob üben, mich sozial engagieren und meine Fremdsprachenkenntnisse festigen.“

Erstmals spricht die Hobit auch Eltern an. Am Dienstag konnten diese an zwei Podien („Hochschule, Uni oder dual – welcher Weg für wen?“ und „Bachelor & Master – welche Folgen hat Bologna?“) teilnehmen. „Wir rechnen mit über 200 Eltern“, sagt Meyer. ers

Die Hobit im Darmstadtium ist heute und morgen noch von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Auf www.hobit.de gibt es unter anderem einen Hobit-Planer für einen gelungenen Besuch der Messe. Weitere Informationen auch auf der Seite www.facebook.com/hobitdarmstadt.

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