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Im Labor werden Proben auch auf das Vorkommen von Mutationen untersucht.
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Im Labor werden Proben auch auf das Vorkommen von Mutationen untersucht.

Kreis Bergstraße

Den Corona-Varianten in Südhessen auf der Spur

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Zwei Mitarbeiterinnen des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben im Kreis Bergstraße Daten vor allem zur Corona-Mutante B.1.1.7 gesammelt, die Infektionsausbrüche in drei Kitas ausgelöst hat.

  • RKI in Berlin untersucht Corona-Ausbrüche mit Mutanten in drei Kitas an der Bergstraße.
  • Gesundheitsamt reagiert bei Verdachtsfällen konsequent mit Schließung von Kitas und Schulen.
  • Mehr als jede vierte bestätigte Corona-Infektion an der Bergstraße auf Mutante zurückzuführen.

Konkrete Zahlen und Hinweise aus dem Kreis Bergstraße sollen das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin dabei unterstützen, mehr Erkenntnisse über die neuen Varianten des Coronavirus zu sammeln. Nach Auskunft von Johannes Bunsch, dem Sprecher der Kreisverwaltung in Heppenheim, waren in der vorigen Woche zwei Mitarbeiterinnen des RKI in Südhessen, um sich das dortige Infektionsgeschehen genauer anzusehen.

Bis Montagabend wurden an der Bergstraße seit Ende Januar 130 Fälle der Corona-Mutante B.1.1.7 festgestellt, die sich zuerst in Großbritannien ausgebreitet hatte. Allein am Montag kamen nach Angaben der Kreisverwaltung 17 neue Fälle hinzu.

Drei Todesfälle mit „Britischer Corona-Mutante“ an der Bergstraße

Im Kreis Bergstraße ist auch bereits bei drei Verstorbenen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, die Virus-Variante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Zudem sind an der Bergstraße auch zwei einzelne Infektionsfälle mit der Virus-Variante B.1.351 nachgewiesen worden, die zuerst in Südafrika identifiziert worden war.

Entdeckt wurden die Virus-Varianten, weil das Kreisgesundheitsamt in Heppenheim frühzeitig und konsequent auffällige Infektionsfälle im Labor sequenzieren ließ. Bei bestätigten Infektionsfällen seien auch Proben von Kontaktpersonen untersucht worden, erläuterte Kreissprecher Bunsch.

RKI analysiert Ausbrüche mit Corona-Varianten an der Bergstraße

Auf diese Weise habe die Behörde Infektionsketten gut nachverfolgen und unterbrechen können. Bei Verdachtsfällen ordnete das Gesundheitsamt vorsorglich auch die komplette Schließung von mehreren Schulen sowie Isolationen, Quarantänen und Reihentests durch mobile Teams an.

„Durch genauere Untersuchung der Bergsträßer Daten möchten die Experten des RKI neue Erkenntnisse erlangen, wie sich das mutierte Virus verbreitet und wie die Übertragungsdynamik in den verschiedenen Kontaktkonstellationen zu bewerten ist“, berichtet die Kreisverwaltung. „Diese Erkenntnisse könnten auch in die künftigen Handlungsempfehlungen des RKI im Umgang mit den Virus-Mutationen miteinfließen.“

Infektionscluster mit Virus-Variante B.1.1.7 in drei Kitas

Nach Angaben des Kreises gab es seit Ende Januar vor allem in drei Kindertageseinrichtungen in Gorxheimertal, Lampertheim und Rimbach Ausbrüche mit der Corona-Variante B.1.1.7, die das RKI als deutlich ansteckender und möglicherweise auch als gefährlicher einstuft als das bislang dominierende Virus.

Etwa jede vierte bis fünfte Corona-Infektion an der Bergstraße ist derzeit auf die beiden bislang nachgewiesenen Mutanten zurückzuführen.

Weitere aktuelle Informationen im Corona-Ticker für Darmstadt und Südhessen.

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