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Defizite sichtbar machen

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Aktion von Frauenorganisationen

Am Sonntag war Internationaler Frauentag. Bereits am Samstag verwandelte das Netzwerk Darmstädter Frauenorganisationen unter dem Motto „Frauenleben sichtbar machen!“ den Luisenplatz in ein frauenpolitisches Diskussionsforum.

Für ihre Sache einstehen: Das war das Hauptanliegen der rund 30 Frauenorganisationen – darunter Frauenkulturzentrum, Hausfrauenbund, Mädchenarbeitskreis, Frauenhaus, Netzwerk Migrantinnen und Verband berufstätiger Mütter – , die sich zu der Aktion zusammengefunden hatten. Auch Gewerkschaften, Parteien und Kirchen waren mit von der Partie, zusammengeführt vom Darmstädter Frauenbüro.

„Wir wollen heute Errungenschaften feiern, aber auch Defizite sichtbar machen“, hob Frauendezernentin Barbara Akdeniz (Grüne) bei der Begrüßung hervor. Sie lobte die jüngst beschlossene 30-Prozent-Frauenquote für Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen. „Das ist gut, aber wir wollen 50 Prozent“, forderte sie unter dem Jubel ihrer Zuhörerinnen. Dieses und andere Themen mit den Passanten zu diskutieren, sei das vordringliche Ziel der Aktion. Man wolle aufrütteln, zum Nachdenken anregen, sich austauschen.

Mit welchen Themen sich Darmstädter Frauengruppen im Einzelnen beschäftigen, war an Informationstischen zu erfahren: die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Bildungschancen sowie Hilfsangebote für Frauen, die Opfer von Gewalt werden. Nach drei Stunden war die Aktion beendet. Die auf dem Luisenplatz zurückgelassenen, türkisfarbenen Laufbänder sorgten aber noch bis in die Abendstunden für frauenpolitische Denkanstöße. (wka)

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