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Darmstadt: Entega senkt Preise für Strom und Gas

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Von: Claudia Kabel

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Logo der Entega.
Entega senkt seine Preise. © Renate Hoyer

Neue Preise liegen noch über Preisbremsen. Entega kündigt weitere Senkungen an.

Der Darmstädter Energieversorger Entega senkt in den kommenden Monaten die Preise für Strom und Gas. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, soll bereits zum ersten April der Grundversorgungstarif für Strom um 27 Prozent auf dann 42,08 Cent pro Kilowattstunde sinken. Bei Gas werde der Preis um 36 Prozent auf dann 13,30 Cent pro Kilowattstunde gesenkt, hieß es.

Man könne bereits jetzt die deutlich sinkenden Beschaffungspreise an die Kund:innen weitergeben. Dies sei ein Ergebnis der vorausschauenden Einkaufspolitik, äußerte Vorstandsvorsitzende Marie-Luise Wolff. Von der Preissenkung wird zunächst aber vor allem der Staat profitieren, wie Entegasprecher Michael Ortmanns auf Anfrage einräumte. Denn die von der Bundesregierung beschlossene Strom- und Gasbreisbremse greift ab 1. März 2023 und liegt noch unter den gesenkten Preisen von Entega - nämlich bei 40 Cent pro Kilowattstunde Strom und bei 12 Cent pro Kilowattstunde Gas. Der Bund übernimmt dann für Kund:innen die Differenz zu ihrem Tarif für 80 Prozent ihres Vorjahresverbrauchs.

Zur Mitte des Jahres plane Entega aber zudem eine „deutliche Preissenkung bei allen anderen Tarifen“ – nicht nur bei der Grundversorgung. Sollte die Entwicklung an den Energiemärkten so weitergehen, werde man bereits im zweiten Halbjahr die Preise für Strom und Gas wieder unter die vom Gesetzgeber definierten Preisbremsen senken können, so Wolff. Entega ist nach eigenen Angaben einer der größten ökologischen Regionalversorger Deutschlands und befindet sich mehrheitlich im Besitz der Stadt Darmstadt. Das Unternehmen versorgt 800 000 Kundinnen und Kunden.

Hintergrund ist, dass die Großhandelspreis für Strom und Gas gesunken sind, was auch mit der Wetterlage zu tun hat.

Stadtwerke Rüsselsheim bieten Rechner

Einen neuen Service gibt es indes bei den Rüsselsheimer Stadtwerken. Diese bieten jetzt zwei Rechner auf ihrer Website (stadtwerke-ruesselsheim.de) an, mit denen man berechnen kann, welche Entlastung die Preisbremsen bringen. „Mit den Rechnern lässt sich auch ermitteln, welche finanziellen Vorteile es bringt, wenn bestimmte Energiesparmaßnahmen umgesetzt werden, zum Beispiel die Raumtemperatur um ein Grad zu senken oder Standby-Geräte auszuschalten“, sagt Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer. Die Preisbremsen bedeuten für die Stadtwerke eine „gewaltige Kraftanstrengung“, die Entlastungen umzusetzen. Alle Tarife müssten neu programmiert werden, um die Preisbremsen zu berücksichtigen. Dazu müsse für jeden einzelnen Kunden der jeweilige historische Prognoseverbrauchswert abgerufen und eingerechnet werden.

Die Preisbremsen gelten ab März. Rückwirkend werden auch die Monate Januar und Februar angerechnet. Der Grundpreis bleibt in der Berechnung von den Preisbremsen unberührt.

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