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Christian Wirmer beim Rezitieren. 

Darmstadt

Darmstädter Schauspieler rezitiert Literatur

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Christian Wirmer, bekannt für seine faszinierende Stimme, rezitiert Literatur - aktuell einen Roman des Norwegers Jon Fosse.

Große Geschichten hat man jahrhundertelang gar nicht selbst im stillen Kämmerlein gelesen. Man hat sich lieber die Odyssee oder das Nibelungenlied – Epen voller Leidenschaft und Tragik – vortragen lassen und gemeinsam erlebt.

Doch ein frei rezitierter Text wirkt ganz anders als ein vorgelesener: viel packender, viel lebendiger. „Ich verändere aber kein einziges Wort“, sagt der Darmstädter Schauspieler Christian Wirmer, der sich auf das Rezitieren großer Texte spezialisiert hat und in der übernächsten Woche in Oberursel zu Gast ist.

Aktuell begeistert er sich für einen Roman des Norwegers Jon Fosse, „Morgen und Abend“, dessen Heimat als Gastland im Mittelpunkt der diesjährigen Buchmesse steht. Eine großartige moderne Erzählung über das schlichte Leben eines norwegischen Fischers sei das, schwärmt Wirmer, poetisch und voller Musikalität. „Dieser Text drängt nach dem gesprochenen Wort“, sagt der 62-Jährige, der eine wunderbar wohlklingende Stimme hat. Er hat ihn lediglich gestrafft, trägt ihn ohne Manuskript frei vor.

Georg Büchners berühmte Novelle „Lenz“ hat er so schon rezitiert, dessen „Leonce und Lena“ oder Gedichte von Robert Gernhardt. „Ich stehe Auge in Auge mit dem Publikum und versuche, Stimmungen und Reaktionen einzubauen“, sagt er.

Nächster Auftritt

Am Mittwoch, 2. Oktober, 19 Uhr, ist Christian Wirmer im Darmstädter Atelierhaus Vahle, Schumannstraße 11, mit „Morgen und Abend“ von Jon Fosse zu erleben. Kathrin Grün von der Frankfurter Buchmesse stellt dazu das Gastland Norwegen vor. Karten kosten 15 Euro.

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