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Darmstädter aus Russland und der Ukraine reden über den Krieg

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Von: Claudia Kabel

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Um den Krieg in der Ukraine geht es bei einem Online-Talk mit Darmstädtern.
Um den Krieg in der Ukraine geht es bei einem Online-Talk mit Darmstädtern. © Imago

Der Verein Gegen Vergessen veranstaltet einen öffentlichen Online-Talk mit russischsprachigen Podiumsgästen, die in Darmstadt leben. Fragen von Zuhörenden sind möglich.

Was denken russischsprachige Menschen aus Darmstadt über den Krieg um die Ukraine? Dieser Frage will eine Online-Veranstaltung am kommenden Donnerstag nachgehen. Dazu lädt die Regionale Arbeitsgruppe Südhessen des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie ein.

Auf dem Podium werden vier Gäste erwartet, die „keine Politiker und keine ‚Experten‘ im üblichen Sinne sind“, teilte Sprecher und Moderator Klaus Müller mit. Alle seien jedoch Expert:innen für eine Sicht auf den Krieg und seine Hintergründe von Menschen, die russische, ukrainische und deutsche Erfahrungen in sich trügen und bereit seien, darüber öffentlich zu sprechen. Geladen sind die Buchhalterin Elvira Skokova aus dem russischen Tver; Eduard Benke, ein IT-Ingenieur aus Rudnij in Kasachstan; Vermögensberaterin Elena Völker aus Moskau und Yaroslav Zabello, ein Student an der TU Darmstadt, der aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew stammt.

Die vier Gäste leben, wohnen und arbeiten seit vielen Jahren in Darmstadt oder der Umgebung. Nach Deutschland seien sie aus unterschiedlichen Gründen gekommen, so Müller. Nach wie vor hätten sie vielfältige verwandtschaftliche und freundschaftliche Beziehungen in ihre alte Heimat und seien sehr genau darüber informiert, wie der Krieg dort wahrgenommen und beurteilt wird.

„Den Widerspruch zwischen der Sichtweise auf diesen Krieg, wie wir ihn hier tagtäglich mitbekommen und dem, was darüber in der Ukraine und in Russland gedacht wird, erleben sie persönlich sehr nahe“, schreibt Müller.

Das 90-minütige Gespräch findet über die Plattform Zoom statt und ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten findet ein moderiertes Gespräch mit den Podiumsgästen statt. Im zweiten Teil können sich alle beteiligen, die sich für eine Teilnahme angemeldet haben. Themen des Gesprächs sind neben der Beurteilung es Krieges auch die Situation russischsprachiger Menschen in Deutschland nach dem 24. Februar, die zunehmend Anfeindungen erleben.

Auch darum welche Handlungsmöglichkeiten die Ukraine hat, wie sich der Westen verhalten sollte und wie der Krieg in den Medien erlebt wird, soll es gehen.

Alle, die sich angemeldet haben, können Fragen stellen und auch eigene Beiträge leisten.

Die Online-Podiumsdiskussion beginnt am Donnerstag, 28. April, um 19 Uhr. Anmeldung per E-Mail unter: gvfd.suedhessen@gmail.com

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