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Mit den Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt der Riedleitung soll 2023 begonnen werden.
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Mit den Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt der Riedleitung soll 2023 begonnen werden.

Südhessen

Darmstadt: Zweite Wasserleitung für die Region in Planung

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Hessenwasser investiert 100 Millionen Euro in den Bau eines neuen Wasserwerks in Gernsheim-Allmendfeld. Eine Pipeline soll Südhessen mit dem Main verbinden.

Nachdem bereits im Herbst 2018 die ersten vier Kilometer der neuen Riedleitung in Betrieb genommen worden sind, liegen nun die Pläne für den zweiten Bauabschnitt der geplanten Trinkwasserleitung vor.

Nach der inzwischen erfolgten Offenlegung der Planungsunterlagen können sich Bürgerinnen und Bürger, die von dem geplanten Bauvorhaben betroffen sind, noch bis zum 20. August etwa beim Regierungspräsidium Darmstadt zu den Unterlagen äußern und Einwendungen erheben.

Einige Landwirte hatten kritisiert, dass sie von dem für das Bauprojekt zuständigen Versorgungsunternehmen Hessenwasser nicht aktiv über das Vorhaben informiert worden seien. Der Versorger hat allerdings für das Projekt einen eigenen Internetauftritt geschaltet, auf der auch ein Flugblatt, eine Broschüre und technische Informationen zu dem Projekt veröffentlicht worden sind.

Das Darmstädter Regierungspräsidium wird die eingegangenen Stellungnahmen auswerten und ein Anhörungsverfahren starten. Erst wenn der Planfeststellungsbeschluss vorliegt, kann mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Das Projekt

Die neue Riedleitung ist für den Versorger Hessenwasser eines der wichtigsten Investitionsprojekte .

Die 35 Kilometer lange Wasserleitung ist mehr als fünf Jahrzehnte alt. Sie führt vom Hessischen Ried bis nördlich des Mains. Um die Pipeline zu sanieren, soll eine zweite gebaut werden.

Die Trinkwasserversorgung von über einer Million Menschen in der Region Frankfurt/Rhein-Main hängt von der Riedleitung ab. Das gesamte Projekt ist bis zum Jahr 2030 geplant und gegliedert in vier Bauabschnitte. jjo

www.hessenwasser-infrastruktur.de

Bis 2030 will Hessenwasser für 100 Millionen Euro eine zweite Leitung vom Hessischen Ried bis nördlich des Mains bauen, um die rund 55 Jahre alte Bestandsleitung zu sanieren und um flexibler agieren zu können.

Mit dem zweiten Bauabschnitt, der auf einer Länge von 18 Kilometern vom Wasserwerk Gernsheim-Allmendfeld bis Riedstadt-Wolfskehlen führen soll, will das Versorgungsunternehmen laut Unternehmenssprecher Hubert Schreiber 2023 beginnen. Die neue Trasse soll weiter östlich verlaufen, um auch eine Verbindung zum Wasserwerk in Pfungstadt-Eschollbrücken herzustellen.

Am südlichen Rand von Allmendfeld wird derweil seit rund neun Monaten am Neubau für das dortige Wasserwerk gearbeitet, das eine der wichtigsten Trinkwasseraufbereitungsanlagen in der Region ist. Die neue Anlage, deren Bau 28 Millionen Euro kostet, wird die Bestandsanlage aus dem Jahr 1964 ersetzen.

Der Neubau kommt nach Auskunft von Nicole Staude, der Bereichsleiterin Technik des regionalen Wasserversorgers, „gut voran“ und die Arbeiten lägen „gut im Zeitplan“. Sie sei zuversichtlich, dass die Anlage, wie geplant, im Sommer 2023 in Betrieb genommen werden könne.

Im Zuge der Planungen für den südlichen Bauabschnitt der neuen Trinkwasserleitung werden entlang der Trasse vom Wasserwerk Allmendfeld bis nach Riedstadt-Wolfskehlen von Montag an die potenziellen Bauflächen punktuell vom Kampfmittelräumdienst inspiziert. Im August und September soll der Baugrund untersucht werden. Dabei kommen auch Erdbohrer oder spezielle Sondierraupen zum Einsatz.

So soll das neue Wasserwerk in Gernsheim-Allmendfeld nach der Fertigstellung aussehen.

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