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Darmstadt: Zweite Notunterkunft in einer Sporthalle aufgebaut

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Von: Jens Joachim

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Betriebsbereit: Die Feuerwehr hat eine Sporthalle im Bürgerpark als Notunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine eingerichtet.
Betriebsbereit: Die Feuerwehr hat eine Sporthalle im Bürgerpark als Notunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine eingerichtet. © ROLF OESER

In Darmstadt sind bislang 900 Geflüchtete aus der Ukraine registriert worden. Die Stadt bereitetr mobile Impfangebote und Schuleingangsuntersuchungen vor. Zudem soll sich ein weiterer Hilfstransport auf den Weg in die Partnerstadt Ushgorod machen.

Die Betten sind aufgebaut, Toiletten und Mülltonnen herbeigeschafft: Seit Montag steht eine Sporthalle im Darmstädter Bürgerpark als zweite Notunterkunft für Menschen zur Verfügung, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind. Das städtische Immobilienmanagement prüft unterdessen, in der Stadt weitere Unterbringungsmöglichkeiten zu finden. Möglicherweise könnten nicht genutzte Büroflächen für Wohnzwecke genutzt werden, heißt es seitens der Stadt.

Nach Auskunft der Arbeitsgruppe Unterbringung des städtischen Krisenstabs sind bereits 900 Geflüchtete in Darmstadt registriert worden. 615 seien von Verwandten und Bekannten aufgenommen worden, für 211 seien Zimmer in Hotels oder Pensionen angemietet worden. 74 Personen habe das Amt für Soziales und Prävention bei Bürgerinnen und Bürgern privat untergebracht, teilte die Stadt am Montag mit. Weitere 31 Geflüchtete befänden sich in der Notaufnahme im Bürgermeister-Pohl-Haus im Stadtteil Wixhausen. Diese Menschen sollten „umgehend in Unterkünfte vermittelt werden“, so die Stadt. In dem Bürgerhaus in Wixhausen ist Platz für 120 Menschen, in der Sporthalle im Bürgerhaus stehen mehr als 500 Plätze zur Verfügung.

Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) äußerte, die Menschen, die nach Darmstadt kämen, hätten „Schlimmes durchgemacht und ihre Heimat verloren“. Deshalb werde die Stadt „alles tun, um ihnen wenigstens die Ankunft und den Aufenthalt so gut, wie es die Situation erlaubt, zu gestalten“. Dazu gehöre auch „die bestmögliche Versorgung und für die Kinder der schnelle Zugang zu Bildungsmöglichkeiten, äußerte Partsch. Laut dem Darmstädter Gesundheitsamt gibt es bei den Geflüchteten „keine medizinischen Auffälligkeiten“. Im Bürgermeister-Pohl-Haus sollen den Geflüchteten von Freitag an Impfungen angeboten werden.

Das Staatliche Schulamt bereitet zudem Schuleingangsuntersuchungen für zunächst 30 Kinder vor.

Nachdem bereits am vorigen Donnerstag ein Transport mit vier Generatoren und humanitären Hilfsgütern im Wert von rund 150 000 Euro in Darmstadts Partnerstadt Ushgorod angekommen ist, soll nun am nächsten Freitag ein weiterer Transport mit 22 Tonnen haltbaren Lebensmitteln in die Westukraine fahren.

Für Hilfsangebote auch bezüglich einer privaten Unterbringung von Geflüchteten ist die Flüchtlingskoordination zuständig. Die E-Mail-Adresse ist fluechtlinge@darmstadt.de. Spenden für die Menschen in Ushgorod können weiter auf das Spendenkonto der Stadt Darmstadt eingezahlt werden - unter dem Stichwort „Hilfe für Ushgorod und Geflüchtete“ unter der IBAN DE93 5085 0150 0000 5440 00.

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