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Das neue Wohnquartier befindet sich in Sichtweite des Hochhauses der Hochschule.

Darmstadt

Wohnhäuser statt Verlag und Druckerei

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Im „Holzhofpark“ auf dem ehemaligen Echo-Areal und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Hochschule Darmstadt ziehen im Oktober die ersten Bewohner ein.

Zwei Jahre nach dem Beginn der Bauarbeiten ist das frühere Verlags- und Druckereigelände des Darmstädter Echos in ein modernes Wohnquartier umgestaltet worden. An den Zeitungsverlag, der inzwischen seinen Sitz eine Straße weiter an der Berliner Allee auf dem ehemaligen Wella-Areal hat, erinnert nur noch das alte Verlagshochhaus an der Ecke Holzhofallee/Stephanstraße, das sich nach Beendigung der Fassadenarbeiten runderneuert präsentieren wird.

Auf dem rund 18 000 Quadratmeter großen Gelände, das unter den Bezeichnungen „Holzhofpark“ und „Verlegerhöfe“ vermarktet wird, sind nach Angaben der Unternehmensgruppe Gemünden/Molitor aus Ingelheim am Rhein neun Gebäude mit gesamt 318 Mietwohnungen entstanden – 252 Mietwohnungen und 66 Mikroappartements.

Vier langgestreckte Neubauten dominieren das Wohnquartier an der Holzhofallee, das im Westen von der Stephanstraße, im Osten von der Schöfferstraße und im Norden vom Gelände der Hochschule Darmstadt begrenzt wird. Vier sogenannte Punkthäuser mit vier Geschossen und einem weiteren Dachgeschoss wurden im Inneren des Gebäudeensembles errichtet. Als Blickfang fungiert das frühere Verlagshochhaus als einziges Bestandsgebäude.

Für die Planung und Gestaltung des Wohnquartiers war das Darmstädter Architekturbüro Planquadrat verantwortlich. Wie Architekt Jörg Krämer erläutert, war es die Intention des architektonischen Entwurfs, bei der Planung der Freiflächen zwischen den Gebäuden den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers „eine hohe Aufenthaltsqualität zu bieten“.

In den acht Mehrfamilienhäusern sind Zwei- bis Vierzimmerwohnungen eingerichtet worden. Durch den Bau eines Parkhauses mit 274 Stellplätzen im Norden konnten auf dem Gelände auch mehr Bäume erhalten, neue Bäume gepflanzt und ein Spielplatz angelegt werden. Zudem gibt es eine Tiefgarage mit 158 Stellplätzen. Zur Energiegewinnung wird in dem Quartier auf Geothermie gesetzt.

Laut Dirk Gemünden, dem Geschäftsführer der J. Molitor Immobilien, wurde das Projekt gemeinsam mit der Comsor GmbH der Darmstädter Klotz-Gruppe entwickelt. Arnaud Ahlborn, der Geschäftsführer der Firma Industria Wohnen, teilte mit, für eher langfristig orientierte institutionelle Anleger seien die neuen Immobilien „eine wertstabile Anlagemöglichkeit mit Aussicht auf nachhaltig erzielbare Renditen“.

Im Oktober sollen die ersten Bewohner in die überwiegend Zwei- bis Dreizimmerwohnungen in den acht Neubauten einziehen. Das frühere Verlagshochhaus, in dem die Mikroappartements eingerichtet werden, soll erst nach dem Ende der Kernsanierung und der Fassadenarbeiten von den neuen Bewohnern bezogen werden.

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